Die Strohblume knistert wie Papier, selbst wenn sie blüht und noch nicht getrocknet ist.
Merkmale und Blütezeit der Strohblume
Was wie farbige Blütenblätter aussieht, sind in Wahrheit Hochblätter. Sie fühlen sich trocken und papierartig an und behalten ihre Farbe auch nach dem Trocknen. Die echten Blüten sind die kleinen gelben Röhrenblüten im Herzen der Blume.
Die Blüten sitzen auf aufrechten, stabilen Stielen. Es gibt sie in Weiß, Creme, Gelb, Orange, Lachs, Rot, Rosa und Lila. Im Beet blüht die Strohblume von Juli bis September, in milden Jahren bis in den Oktober. Sie wird 30 bis 100 Zentimeter hoch und wird bei uns meist einjährig kultiviert – winterhart ist sie nicht.
Die Strohblume gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae), einer der größten Pflanzenfamilien der Welt. Zu dieser Familie gehören auch Chrysantheme, Gerbera, Dahlie, Aster und Sonnenblume.
Warum heißt die Strohblume Strohblume?
Der Name verweist auf die Struktur der Hochblätter: trocken, fest, strohartig, fast wie aus Papier. Genau deshalb bleibt die Blüte außergewöhnlich lange schön – frisch wie getrocknet. Im Englischen heißt sie nicht ohne Grund „everlasting flower".
Schon gewusst?
Botanisch heißt die Strohblume Xerochrysum bracteatum (früher Helichrysum bracteatum). Das Wort bractea bedeutet Hochblatt – der Name beschreibt also genau das, was die meisten für Blütenblätter halten.
Strohblume oder Currykraut? Zwei Pflanzen, ein Name
Unter „Helichrysum" laufen im Handel zwei sehr verschiedene Pflanzen:
- Strohblume (Xerochrysum bracteatum): die bunte Schnitt- und Trockenblume aus Australien. Um diese Blume geht es auf dieser Seite.
- Italienische Strohblume (Helichrysum italicum): auch Currykraut oder Immortelle genannt, ein silbergrauer Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum mit kleinen gelben Blütenköpfchen. Sie duftet nach Curry und liefert das ätherische Immortellenöl.
Verwandt sind beide, austauschbar sind sie nicht: Farben, Wuchs, Verwendung und Duft unterscheiden sich vollständig.
Strohblumen in der Vase pflegen
Die Strohblume braucht kein Wasser, um schön zu bleiben. Sie ist eine der bekanntesten Trockenblumen der Welt. Willst du sie trotzdem frisch in der Vase zeigen, zum Beispiel zwischen anderen Schnittblumen, hältst du dich an vier Regeln:
- Schneide die Stiele schräg an.
- Entferne Blätter, die sonst im Wasser hängen.
- Nimm eine saubere Vase mit frischem Wasser auf Zimmertemperatur und wechsle es alle 2 bis 3 Tage.
- Stell die Vase nicht in die pralle Sonne, nicht neben die Heizung und nicht neben reifendes Obst
Möchtest du noch mehr darüber wissen, wie du deine Schnittblumen in der Vase so lange wie möglich frisch hältst? Dann lies diesen Artikel.
Strohblumen trocknen: so geht es
Ernte die Blüten, wenn sie fast vollständig geöffnet sind, das gelbe Herz aber noch nicht ganz sichtbar ist. Binde kleine Sträußchen und häng sie kopfüber an einen trockenen, dunklen und gut belüfteten Ort. Nach 2 bis 3 Wochen sind die Blüten durchgetrocknet – und behalten dann jahrelang Form und Farbe. Du kannst auch einen Brautstrauß mit getrockneten Strohblumen kreieren (lassen).
Tipp: Noch mehr Methoden findest du in unserem Artikel Blumen trocknen: 5 Techniken, Tipps und Tricks.
Helichrysum ist eine der bekanntesten Trockenblumen der Welt. Getrocknet behält die Blume jahrelang ihre Form und Farbe.
Helichrysum-Arten
Fast alle Helichrysum-Arten, die man in Blumensträußen und Blumenarrangements sieht, gehören zu einer einzigen Art: Xerochrysum bracteatum (früher Helicrysum bracteatum). Diese Art ist unsere Strohblume und wird weltweit angebaut. Dadurch sind viele Sorten entstanden, die sich in Farbe, Blütengröße und Blütenform unterscheiden. Strohblumen werden in der Regel nach ihrer Form in Sorten unterteilt. Die bekanntesten sind:
- Großblütige Strohblumen: Diese Varianten haben Blüten mit einem Durchmesser von 6–8 Zentimetern. Sie eignen sich ideal für Sträuße und als auffälliger Blickfang in Blumenarrangements.
- Gefüllte Strohblumen: Bei diesen Sorten bestehen die Blüten aus mehreren Schichten Hochblättern, wodurch sie besonders voll wirken. Sie gehören zu den beliebtesten Sorten für Trockenblumensträuße, da sie nach dem Trocknen ihre Form so gut behalten.
- Einfachblühende Strohblumen: Diese Variante hat weniger Schichten von Hochblättern, wodurch das gelbe Herz deutlich sichtbar bleibt. Sie verleihen Blumensträußen einen wiesenartigen Charme und ziehen viele Bestäuber an, wenn sie im Garten wachsen.
- Kompakte Strohblumen: Diese Variante bleibt niedriger und bildet kleinere Blüten. Sie wird häufiger in Anstecksträußen und raffinierten Trockenblumensträußen verwendet.
Wichtig: Bestäuber profitieren nur von einfachblühenden Sorten. Bei gefüllten Blüten sind die Staubblätter zu Hochblättern umgezüchtet – kein Pollen, kein Nektar.
Ist die Strohblume giftig?
Nein. Die Strohblume gilt weder für Menschen noch für Hunde und Katzen als giftige Schnittblume. Weder Blüten noch Blätter oder Stängel enthalten bekannte Giftstoffe. Vorsicht gilt trotzdem bei gekauften Trockensträußen – sie sind häufig gefärbt oder konserviert, und harte Trockenblätter sind für Haustiere schwer verdaulich.
Symbolik der Strohblume
Die Strohblume steht für Ewigkeit, Erinnerung und Unsterblichkeit. Diese Symbolik verdankt sie ihrer außergewöhnlich langen Haltbarkeit, weshalb man sie oft in Gedenksträußen und Ansteckblumen findet. Gleichzeitig steht sie mit ihren sonnigen Farben und der langen Blütezeit für Optimismus und Wärme.
Woher kommt die Strohblume?
Die Strohblume stammt aus Australien, wo sie auf sonnigen Grasflächen, in offenen Wäldern und an trockenen Hängen wächst. Heiße Sommer und lange Trockenperioden machen ihr deshalb wenig aus. Ende des 18. Jahrhunderts kam sie nach Europa und wurde hier schnell als Schnitt- und Trockenblume beliebt. Heute wird sie weltweit angebaut.
Häufige Fragen zur Strohblume
Wie lange hält eine Strohblume?
Getrocknet hält die Strohblume mehrere Jahre und behält dabei Form und Farbe; frisch in der Vase steht sie mit anderen Schnittblumen mit.
Wie trocknet man Strohblumen richtig?
Fast geöffnete Blüten schneiden, zu kleinen Sträußchen binden und 2 bis 3 Wochen kopfüber an einen dunklen, trockenen Ort hängen.
Ist die Strohblume giftig für Katzen?
Nein, die Strohblume (Xerochrysum bracteatum) gilt für Katzen und Hunde nicht als giftig.
Ist Helichrysum dasselbe wie Currykraut?
Nein – Currykraut ist Helichrysum italicum, ein mediterraner Halbstrauch; die bunte Strohblume ist Xerochrysum bracteatum aus Australien.