Merkmale und Blüte der Gerbera
Gerbera ist unter den Schnittblumen fast ein Synonym für Farbe. Die Grundfarben der Gerbera sind Rot, Gelb, Rosa, Violett, Orange, Grün und Weiß. Die Blüte gibt es auch zweifarbig, mehrfarbig und in verschiedenen, von den Grundfarben abgeleiteten Farbtönen. Das wunderschöne Herz dieser Blume kann schwarz, gelb oder grün sein. Die Blütenblätter von Gerberas haben unterschiedliche Formen. So gibt es einfach- und gefüllte Gerberas sowie Gerberas mit pompon- und spinnenförmigen Blütenblättern. Die Stiele der Gerbera sind lang, weich (behaart) und schmal. An den Stielen von Schnittgerberas sitzen keine Blätter.
Gerbera gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), zu der auch Blumen wie Chrysanthemen, Margeriten und Astern gehören. Gerbera sind duftlose Blumen und dank professioneller Zucht das ganze Jahr über erhältlich. Als Gartenpflanze blühen Gerbera in der Regel vom Frühling bis zum ersten Frost (Oktober).
Pflege von Gerbera in der Vase
Hast du dir einen Strauß Gerbera mit nach Hause geholt? Dann möchtest du dich natürlich so lange wie möglich daran erfreuen. Gerbera sind robuste Schnittblumen mit einer langen Haltbarkeit in der Vase. Schau dir diese Grundregeln und Tipps zur Blumenpflege an und lies die folgenden Tipps, damit du so lange wie möglich Freude an deinen Gerbera hast:
- Achte auf eine saubere Vase.
- Fülle die Vase mit etwas Wasser (2 Zentimeter).
- Schneide die Stiele der Gerbera mit einem scharfen und sauberen Messer schräg an.
- Wechsle das Vasenwasser alle 2–3 Tage.
- Schneide die Stiele beim Wasserwechsel erneut schräg an. So sorgst du dafür, dass die Stiele weniger schnell schlaff werden.
- Stelle Gerbera nicht in den Luftzug, in direktes Sonnenlicht oder in die Nähe der Heizung.
- Stelle Gerbera nicht in die Nähe einer Obstschale. Das Ethylengas, das von reifendem Obst freigesetzt wird, sorgt dafür, dass die Blumen schneller welken.
Gerbera brauchen nur wenig Wasser in der Vase, da ihre Stiele anfällig für Bakterienbefall sind. Wenn Gerbera zu viel Wasser bekommen, werden die Stiele schneller weich und die Blüten hängen schlaff herunter.
Gerbera in der Vase arrangieren: So geht’s
Gerbera lassen sich gut mit vielen anderen Schnittblumen in einem gemischten Strauß kombinieren und sehen auch als Monostrauß (nur Gerbera) in der Vase wunderschön aus. Du kannst deine Gerbera natürlich ganz normal in deine Vase stellen – mit Hilfe dieser Tipps. Aber es gibt auch andere, besondere Arten, deine Gerbera zu arrangieren! Wie wäre es zum Beispiel mit diesen 3 originellen Ideen zum Arrangieren eines Straußes, wie dem oben gezeigten Ikebana-Strauß mit orangefarbenen Gerberas und verspielten Höhenunterschieden?
Gerbera als Gartenpflanze
Obwohl Gerbera vor allem als Schnittblumen für die Vase bekannt sind, gibt es sie auch als Gartenpflanzen. So gibt es zum Beispiel Topfgerbera oder Gerbera-Samen, die du einpflanzen kannst. Einige Gerbera-Sorten sind jedoch nicht winterhart, was bedeutet, dass du sie im Winter ins Haus holen musst, um sie vor Kälte und Frost zu schützen. Möchtest du mehr über die Pflege von Gerbera als Gartenpflanze erfahren? Schau dir diesen Pflanzenratgeber an.
Grob lassen sich Gerbera in Standard-Gerbera und Mini-Gerbera, auch Germini genannt, unterteilen.
Arten und Formen von (Schnitt-)Gerbera
Es gibt etwa 30–40 botanische Gerbera-Arten, von denen Tausende von Sorten (Zuchtvarianten) für den Schnittblumenanbau entwickelt wurden. Grob gesagt lassen sich Gerbera in Standard-Gerbera (Durchmesser 9–15 cm) und Mini-Gerbera (Durchmesser 6–8 cm), auch Germini genannt, unterteilen.
Nahezu alle Schnittgerbera, die heutzutage als Schnittblumen verkauft werden, sind Kreuzungen, also Hybriden, verschiedener botanischer Arten, wie beispielsweise der Arten Gerbera jamesonii und Gerbera viridifolia. Die Sorten unterscheiden sich vor allem in ihrer Form. Deshalb unterteilen wir Schnittgerbera meist anhand ihrer Blütenform:
- Einfache Gerbera: haben eine Reihe von Blütenblättern, die ein gut sichtbares Blütenherz umgeben.
- Halbgefüllte Gerbera: haben mehrere Reihen von Blütenblättern und ein sichtbares Herz, das weniger auffällt als bei einfachblütigen Gerbera.
- Gefüllte Gerbera: haben mehrere Reihen von Blütenblättern und sind so reich mit Blütenblättern gefüllt, dass das Blütenherz weniger gut sichtbar ist.
- Spider-Gerbera oder Fransengerbera: Diese Gerbera haben schmale, anmutig gewellte Blütenblätter, die für einen verspielten Effekt sorgen
Sind Gerbera giftig?
Nein, die Gerbera gilt als ungiftige Schnittblume für Menschen, Hunde und Katzen. Daher ist die Blume eine sichere Wahl für Haushalte mit kleinen Kindern und Haustieren.
Warum lässt meine Gerbera den Kopf hängen?
Der Stiel der Gerbera ist hohl und knickt, wenn die Wasseraufnahme durch Bakterien oder eine Luftblase unterbrochen wird. Daraus folgen zwei konkrete Tipps:
- Gerbera nur 2 cm tief ins Wasser stellen – nicht tiefer. Das ist kontraintuitiv, weil bei fast allen anderen Schnittblumen das Gegenteil gilt.
- Bei bereits geknicktem Stiel: eine ungekochte Spaghetti vorsichtig als Stütze durch den Blütenkopf in den hohlen Stiel schieben.
Wie lange halten Gerbera in der Vase?
Gerbera halten in der Vase bei richtiger Pflege rund 14 Tage.
Wie werden Gerbera gezüchtet?
Jedes Jahr werden in den Niederlanden bis zu 900 Millionen Gerbera in 600 verschiedenen Sorten in allen Farben, Formen und Größen produziert. Damit sind die Niederlande eines der wichtigsten Länder für den Gerbera-Anbau. So zum Beispiel im Gewächshaus von LG Flowers: Auf mehr als 120.000 m² fruchtbarem Boden sorgt LG Flowers jedes Jahr dafür, dass rund 95 Millionen Gerbera in über 80 Farbtönen wachsen! Dabei gehen sie so nachhaltig wie möglich vor.
Symbolik der Gerbera
Gerbera gelten oft als Symbol für Fröhlichkeit, Lebendigkeit, Unschuld und Reinheit. Wenn du jemandem Gerbera schenkst, schenkst du ihm eine ordentliche Portion Positivität! Das bewirken die strahlenden Sonnenscheine am Stiel.
Wenn du Gerbera verschenkst, schenkst du eine ordentliche Portion Positivität!
Herkunft der Gerbera
Die Gerbera stammt ursprünglich aus Südafrika, Asien, Südamerika und Tasmanien. Im Jahr 1737 veröffentlichte Gronovius, ein niederländischer Botaniker, die erste Beschreibung einer Pflanze, die der Gerbera ähnelt. Es war jedoch der deutsche Botaniker und Forscher Traugott Gerber – ein Freund des bekannten schwedischen Botanikers Carl Linnaeus –, der die Pflanze 1735 während einer Expedition in Südafrika entdeckte. Die Pflanze wurde später nach ihm benannt, als Hommage an seine Entdeckung und seinen Beitrag zur Botanik.
Nach der Rückkehr nach Europa wurde die Gerbera von verschiedenen Botanikern weiter erforscht und untersucht. Es dauerte bis ins 19. Jahrhundert, bis die Gerbera in Europa populär wurde. Es wurden immer mehr Sorten gezüchtet, und heute ist die Gerbera eine sehr beliebte Schnittblume und Gartenpflanze. Die Niederlande gehören derzeit zu den wichtigsten Ländern, was den Anbau von Gerbera angeht.