Rosen in der Vase pflegen: So geht’s
Hier findest du die zehn besten Tipps für die Pflege von Rosen in der Vase.
- Achte auf die richtige, wirklich saubere Vase. Wähle eine geeignete Vase, deren Breite zur Größe deines Rosenstraußes passt. Wasche deine Vase gründlich mit heißem Wasser, Spülmittel und einer Bürste aus. Spüle sie gut ab und trockne sie, damit keine Seifenreste zurückbleiben.
- Schneide die Rosen mit einem scharfen und sauberen Messer schräg an. Schneide 1–2 cm vom Stiel ab, auch wenn sie beim Floristen bereits schräg angeschnitten wurden. Ein frischer Schnitt sorgt für eine bessere Wasseraufnahme.
- Entferne Blätter, die im Wasser hängen würden. Blätter im Wasser sorgen für schnelleres Bakterienwachstum und schlaffe Rosen. Entferne daher den unteren Teil der Blätter am Stiel, behalte aber die Blätter weiter oben am Stiel, damit die Rosen voller wirken.
- Lass die Dornen der Rosen so weit wie möglich an den Stielen sitzen. Es mag verlockend sein, die scharfen Dornen zu entfernen, aber es tut deinen Rosen nicht gut. Beim Abbrechen der Dornen beschädigst du den Stiel und diese kleinen Wunden sind ein Einfallstor für Bakterien.
- Fülle die Vase mit einer Schicht von etwa 10 Zentimetern Wasser auf Raumtemperatur (kein kaltes oder warmes Wasser!), das bedeutet eine Temperatur zwischen 18 und 22 °C. Diese Temperatur entspricht in etwa der Temperatur von Wasser, das eine Weile in einem Glas im Haus gestanden hat. Nicht erwärmt und nicht gekühlt.
- Füge Schnittblumennahrung zum Vasenwasser hinzu. Blumennahrung gibt deinen Rosen zusätzliche Energie, hemmt das Bakterienwachstum und sorgt für eine bessere Wasseraufnahme. So bleiben die Stiele fester und halten länger.
- Wechsle das Vasenwasser alle 2–3 Tage. Das ist die Routine, die den Unterschied macht! Spüle die Vase aus, fülle frisches Wasser bei Zimmertemperatur ein und gib am besten noch etwas neuen Schnittblumennährstoff dazu. Auch wichtig: Tipp 8.
- Schneide alle 2–3 Tage ein Stückchen (1–2 cm) vom Stiel schräg an. Das geht am besten, wenn du das Vasenwasser wechselst.
- Stelle Rosen an einen geeigneten Platz. Das heißt: nicht in die Sonne, nicht in den Luftzug und nicht in die Nähe von Heizquellen und Obst. Reifendes Obst gibt ein natürliches Gas (Ethylen) ab, wodurch Blumen schneller welken.
- Entferne verblühte Rosen und Rosenblätter sofort. Nimm verwelkte Rosen (oder Blätter) sofort aus der Vase. Veraltete Blumen produzieren nämlich mehr Ethylengas (Reifegas).
Die Routine, die den Unterschied macht: Wasser in der Vase alle 2–3 Tage wechseln und dabei Stiele erneut schräg anschneiden!
Extra-Tipp
Wähle eine durchsichtige Glasvase. Der Vorteil dabei ist, dass du gut sehen kannst, wie viel Wasser noch in der Vase ist, ob unerwünschte Blätter im Wasser schwimmen und ob das Vasenwasser schmutzig ist oder nicht. So kannst du schneller auf die Bedürfnisse deiner Rosen eingehen.
Die Rosen hängen schlaff herunter: Was nun?
Entferne alle Rosen oder Rosenblätter, die bereits verwelkt sind – das reduziert Bakterien und Ethylen (ein Gas, das den Alterungsprozess von Blumen beschleunigt).
- Schneide die Stiele mit einem scharfen und sauberen Messer erneut 1–2 Zentimeter schräg an.
- Stelle die Rosen in sauberes Wasser bei Zimmertemperatur, am besten an einem kühlen Ort.
Der wichtigste Tipp, um schlaff hängende Rosen in Zukunft zu vermeiden, ist, die Ursache dafür herauszufinden. Hast du die Rosen zum Beispiel mit zu warmem oder zu kaltem Wasser gegossen? Hast du die Stiele nicht (erneut) schräg angeschnitten? Das Vasenwasser nicht gewechselt? Oder stehen deine Rosen am falschen Ort? War deine Vase sauber genug?
Möchtest du mehr über Rosen erfahren?
Neugierig auf mehr? In diesem niederländischen Artikel gewährt dir Züchter Bart einen Einblick in das Gewächshaus der Rosengärtnerei Porta Nova und erzählt, wie Rosen im Einklang mit der Natur wachsen. Auch interessant: Schau dir unseren Rosenführer an. Ein umfassender Leitfaden über Symbolik, Sorten, Herkunft und vieles mehr!