Welche Zimmerpflanzen vertragen Schatten, wenig Licht oder einen dunklen Standort gut?
Pflanzen wie Bogenhanf, Epipremnum, Zamioculcas, Grünlilie, Einblatt, Aglaonema, Pachira, Philodendron scandens und Calathea gedeihen hervorragend an einem schattigen Standort. Sie fühlen sich an einem lichtarmen Ort wohl, zum Beispiel weit weg von einem Fenster oder in einem nach Norden ausgerichteten Raum. Möchtest du einem dunklen Raum einen grünen Kick geben? Lies hier mehr darüber!
Welche Zimmerpflanzen vertragen pralle Sonne?
Pflanzen wie Kakteen und Sukkulenten sind echte Sonnenanbeter. Das sind so ziemlich die einzigen Zimmerpflanzen, die einen Standort in voller Sonne (direktes Sonnenlicht) vertragen. Du kannst sie also bedenkenlos auf die Fensterbank oder an einen anderen sonnigen Ort stellen.
Die meisten Pflanzen, die viel Licht benötigen, wie Strelitzia, Yucca, Fleischfressende Pflanzen, Coffea arabica, Kroton, Bougainvillea und Zitruspflanzen, bevorzugen indirektes Sonnenlicht. Mit indirektem Sonnenlicht meinen wir gefiltertes Licht, wie zum Beispiel hinter einem Vorhang an einem Südfenster oder ein paar Meter von einem Südfenster entfernt.
Die meisten Sonnenanbeter bevorzugen indirektes (gefiltertes) Sonnenlicht
Welche großen Zimmerpflanzen kommen gut mit wenig Licht oder Schatten zurecht?
Dracaena, Polyscias und die Kentia-Palme sind große Zimmerpflanzen, die wenig Licht benötigen. Mit diesen XL-Zimmerpflanzen verleihst du deiner dunklen Ecke im Handumdrehen einen grünen Frischekick! Mehr über diese großen Pflanzen und ihre Pflege erfährst du in diesem Artikel.
Hast du einen Platz im Halbschatten? Dann eignen sich große Zimmerpflanzen wie Ficus Elastica (Gummibaum) und Monstera (Fensterblatt). Für diese Pflanzen gilt: Je mehr Licht sie bekommen, desto schneller wachsen sie und desto größer werden die Blätter. Mehr dazu erfährst du hier.
Was kannst du gegen Blattläuse an Zimmerpflanzen tun?
Du kannst Blattläuse auf verschiedene Arten bekämpfen:
Spüle die Pflanze unter lauwarmem Wasser ab, um einen Großteil der Blattläuse wegzuspülen. Achte vor allem auf die Unterseite der Blätter und junge Triebe, denn dort verstecken sich Blattläuse gerne!
Entferne Blattläuse mit einem feuchten Tuch. Siehst du noch Blattläuse? Wische sie dann vorsichtig mit einem weichen, feuchten Tuch oder Küchenpapier weg.
Verwende gegebenenfalls eine Mischung aus Wasser und milder, grüner Seife. Trage diese Mischung mit einem weichen Tuch, einem Schwamm oder einer Pflanzenspritze auf die Blätter auf. Das hilft, die Blattläuse zu lösen und zu bekämpfen. Reinige die befallenen Stellen anschließend noch einmal nur mit Wasser (ohne Seife).
Blattläuse können sich schnell ausbreiten, also stelle Pflanzen mit Blattläusen unter „Quarantäne“, damit sie keine anderen Pflanzen in der Nähe befallen.
Du erkennst Blattläuse an kleinen grünen, schwarzen oder gelben Insekten auf jungen Trieben und Blättern. Sie ernähren sich von Pflanzensaft und können deine Pflanze schwächen.
Was kannst du gegen Wollläuse an Zimmerpflanzen tun (und wie beugst du ihnen vor)?
Du kannst Wollläuse auf verschiedene Arten bekämpfen:
Entferne die Wolle mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier.
Tupfe die Läuse etwa 15 Sekunden lang mit einem Wattestäbchen mit reinem Alkohol ab. Wische das Blatt anschließend mit einem feuchten Tuch ab. Achtung: Alkohol kann die Blätter beschädigen, teste ihn daher zuerst an einer kleinen, unauffälligen Stelle des Blattes.
Spüle die Pflanze unter lauwarmem Wasser ab, um einen Großteil der Wollläuse wegzuspülen. Achte vor allem auf die Unterseite der Blätter und junge Triebe, denn dort verstecken sich Wollläuse gerne!
Ist der Befall hartnäckig? Verwende dann ein biologisches Mittel gegen Wollläuse. Befolge immer die Anweisungen auf der Verpackung.
Wollläuse können sich schnell ausbreiten, also stelle befallene Pflanzen unter „Quarantäne“, damit sie keine anderen Pflanzen in der Nähe anstecken.
Du erkennst Wollläuse an weißen, flauschigen Kügelchen auf jungen Trieben, Blättern und/oder Stängeln. Es sind kleine Insekten, die sich von Pflanzensaft ernähren.
Welche Pflanzen eignen sich für ein dunkles WC oder Badezimmer ohne Tageslicht?
Keine Pflanze überlebt in einem Raum ohne Tageslicht, da Pflanzen Licht für die Photosynthese benötigen. Wenn du ein Badezimmer oder WC ohne Tageslicht hast, solltest du lieber auf einen anderen natürlichen Stimmungsmacher zurückgreifen, wie zum Beispiel Trockenblumen.
Pflanzen, die für ein dunkles WC oder Badezimmer geeignet sind, zum Beispiel für einen Raum mit einem kleinen Fenster, sind Bogenhanf, Einblatt und Grünlilie. Möchtest du mehr über Badezimmerpflanzen erfahren? Schau dir hier unsere Top 10 der tollsten Pflanzen für das Badezimmer an!
Warum werden die Blätter meiner Zimmerpflanze braun?
Hat deine Pflanze braune Spitzen, braune Ränder oder braune Flecken? Das kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten Gründe sind:
- Zu wenig Wasser: Wenn eine Pflanze zu wenig Wasser bekommt, trocknen die Blätter langsam aus. Das sieht man oft zuerst an braunen Blattspitzen oder braunen Rändern. Vor allem tropische Zimmerpflanzen mit großen Blättern, wie die Strelitzie (Paradiesvogelblume), reagieren schnell darauf.
- Zu trockene Luft: Viele Zimmerpflanzen stammen ursprünglich aus tropischen Gebieten und mögen daher eine höhere Luftfeuchtigkeit. In der Wohnung kann die Luft durch Heizung oder Klimaanlage sehr trocken werden. Dadurch trocknen vor allem die Blattspitzen aus und es entstehen braune Ränder.
- Zu viel Sonnenlicht: Steht deine Pflanze in grellem, direktem Sonnenlicht? Dann können die Blätter verbrennen. Das erkennst du oft an braunen oder trockenen Stellen in der Mitte des Blattes. Es gibt nur wenige Pflanzen, die volle Sonne gut vertragen. Die meisten Pflanzen bevorzugen indirektes Sonnenlicht.
- Zu viel Pflanzendünger: Dünger kann das Wachstum anregen, aber zu viel Pflanzendünger kann die Wurzeln schädigen. Das kann sich in Verfärbungen oder braunen Flecken auf den Blättern äußern. Gib den Dünger immer gemäß der empfohlenen Dosierung. Mehr zur richtigen Düngung findest du hier.
Überprüfe daher immer zuerst die oben genannten Punkte (Bewässerung, Licht, Luftfeuchtigkeit und Düngung). Auf dieser Grundlage kannst du feststellen, was deine Pflanze braucht, und die richtigen Maßnahmen ergreifen.
Was kannst du gegen Trauerfliegen an Zimmerpflanzen tun?
Trauerfliegen (kleine schwarze Fliegen) tauchen oft auf, wenn die Erde zu feucht bleibt. So wirst du sie los:
- Lass die Erde zwischen den Wassergaben gut trocknen.
- Ersetze die oberste Schicht der Blumenerde bei den Pflanzen, die von Trauermücken befallen sind.
- Verwende gelbe Klebefallen, um ausgewachsene Mücken zu fangen (das sind klebrige Platten, an denen die Mücken haften bleiben)
- Bekämpfe die Larven im Boden mit Nematoden.
Wusstest du, das...
Trauermücken eigentlich kleine Mücken (Farnmücken) sind? Sie stechen nicht, sind aber dennoch lästig. So können die Larven die Wurzeln deiner Pflanze schädigen, wodurch sie schlechter wächst oder sogar absterben kann.
Welcher Pflanzendünger eignet sich für Zimmerpflanzen? Und was solltest du besser nicht verwenden?
Entscheide dich vorzugsweise für natürlichen oder biologischen Pflanzendünger. Dieser Dünger besteht aus organischen Inhaltsstoffen und gibt Nährstoffe nach und nach ab, sodass die Pflanzen sie besser aufnehmen können. In diesem Artikel erfährst du alles über die richtige Nahrung und Erde für deine Zimmerpflanzen.
Die meisten Zimmerpflanzen brauchen während der Wachstumsperiode (Frühling und Sommer) Pflanzendünger.
Woher kommen weiße Flecken oder Schimmel auf den Blättern einer Pflanze? Und was kannst du dagegen tun?
Weiße Flecken, ein weißer Belag oder eine puderartige Schicht auf Zimmerpflanzen können verschiedene Ursachen haben. Hier sind die häufigsten Ursachen und Lösungen:
- Mehltau (Schimmel): Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die wie ein weißer, pulverartiger Belag auf dem Blatt aussieht. Dieser Schimmel entsteht oft, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist und die Luft schlecht zirkuliert. Auch Pflanzen, die dicht beieinander stehen oder wenig Licht bekommen, sind anfälliger für Mehltau. Lösung:
- Entferne befallene Blätter, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
- Stelle die Pflanze an einen Ort mit mehr Licht und besserer Luftzirkulation.
- Gieße das Pflanzensubstrat (und vermeide nasse Blätter).
- In hartnäckigen Fällen kannst du ein biologisches Pflanzenschutzmittel verwenden.
- Kalkablagerungen durch Leitungswasser: Weiße Flecken können auch durch etwas Harmloses entstehen, wie zum Beispiel Kalkrückstände aus dem Leitungswasser. Wenn Wasser auf den Blättern trocknet (zum Beispiel nach dem Besprühen), bleiben Mineralien zurück. Lösung:
- Wisch die Blätter vorsichtig mit einem feuchten Tuch trocken (am besten mit Regenwasser)
- Verwende zum Gießen deiner Pflanzen vorzugsweise Regenwasser oder entkalktes Wasser
- Gieße deine Pflanzen auf die Erde und nicht – oder so wenig wie möglich – auf die Blätter.
- Rückstände von Pflanzendünger: Wenn Pflanzendünger auf die Blätter gelangt oder wenn du eine Pflanze zu stark düngst, können weiße oder hellgraue Flecken auf den Blättern entstehen. Überschüssige Mineralien lagern sich dann auf dem Blatt oder in der Erde ab. Zu viel Dünger kann zudem Schäden an den Wurzeln verursachen. Lösung:
- Wisch die Blätter vorsichtig mit einem feuchten Tuch ab.
- Ersetze gegebenenfalls die Blumenerde, um überschüssige Mineralien zu entfernen.
- Gib Pflanzendünger immer in der empfohlenen Dosierung und nur während der Wachstumsperiode (Frühling und Sommer).
Möchtest du mehr über die Pflege von Pflanzen erfahren?
Fandest du diesen Artikel hilfreich und möchtest du mehr über die Pflege von Zimmerpflanzen lesen? Dann schau dir doch auch diesen Artikel mit praktischen Grundregeln und Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen an, lies diesen Artikel über Blumenerde und Pflanzendünger oder erfahre mehr über Zimmerpflanzen in Kombination mit Haustieren, wie Hunden und Katzen.