Merkmale und Pflanzenfamilie
Die Efeutute erkennt man an den herzförmigen bis länglichen Blättern. Die Blätter sind glatt, dünn und haben einen leichten Glanz. Die Pflanze wächst schnell bei ausreichend Licht und hat einen kletternden oder hängenden Wuchs, je nachdem, wie du sie wachsen lässt (kletternd an einem Moosstock oder hängend in einem Hängekorb). In der Natur kann die Efeutute sogar blühen, aber in Innenräumen dreht sich alles um die schönen Blätter.
Epipremnum gehört zur alten und vielfältigen Aronstabgewächsefamilie (Araceae). Zu dieser Familie gehören auch Pflanzen wie Monstera, Anthurie, Scindapsus, Calla und Philodendron. Pflanzen aus dieser Familie kommen oft aus tropischen Gebieten und sind für ihre auffälligen Blattstrukturen bekannt. Sie sind wegen ihrer Blüte und Wuchsform beliebt.
Epipremnum wird oft mit Scindapsus verwechselt, aber es sind verschiedene Gattungen innerhalb der Aronstabgewächse.
Pflege und Standort der Efeutute
Die Efeutute ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze, die nicht viel Pflege braucht. Platziere die Pflanze am besten an einem Ort mit indirektem Sonnenlicht oder im Halbschatten. Vermeide direktes Sonnenlicht, weil das zu Verbrennungen der Blätter führen kann, vor allem bei Sorten mit bunten Blättern.
- Wasser: Halte die Erde leicht feucht und lass die oberste Schicht zwischen den Wassergaben trocknen. Im Winter braucht die Pflanze weniger Wasser als im Sommer.
- Dünger: Dünge deine Efeutute während der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) alle zwei Wochen mit Zimmerpflanzendünger. Im Herbst und Winter ist keine Düngung nötig.
- Luftfeuchtigkeit: Epipremnum wächst am besten bei mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit. Du kannst die Pflanze ab und zu mit einer Wasserspritze besprühen, das ist aber nicht unbedingt nötig.
Je mehr Licht die Efeutute kriegt, desto heller werden die Blätter.
Epipremnum vs. Scindapsus: Wie unterscheiden sie sich voneinander?
Epipremnum und Scindapsus werden oft miteinander verwechselt, aber es sind zwei verschiedene Gattungen innerhalb der Aronstabgewächse.
- Scindapsus hat etwas dickere und festere Blätter. Die Blätter haben oft eine dunkelgrüne Basis mit silbernen oder grauen Sprenkeln und eine eher samtige Blattstruktur. Deshalb nennt man sie auch Silberefeutute oder gefleckte Efeutute.
- Epipremnum hat dünnere, glatte Blätter, die oft gelb, hellgrün oder cremefarben sind, und klettert und wächst normalerweise schneller.
Ist Epipremnum dasselbe wie Drachenefeu?
Botanisch gesehen nicht, aber in der Praxis schon. Drachenefeu ist nämlich der Volksname für Epipremnum pinnatum aureum (die bekannteste, gelb-bunte Sorte von Epipremnum). Wenn du in einem Gartencenter „Drachenefeu” siehst, handelt es sich ziemlich sicher um Epipremnum pinnatum aureum, oft einfach als Epipremnum aureum bezeichnet.
Efeutute: Hängende und kletternde Pflanze
Die Efeutute hat lange, elegante Ranken. Sie ist von Natur aus eine Kletterpflanze. Zu Hause kannst du die Pflanze an einem Moosstock hochklettern lassen. Oder du lässt die Pflanze elegant hängen, zum Beispiel von einem hohen Schrank oder aus einem Hängekorb.
Bekannte Arten der Efeutute
Es gibt verschiedene Arten innerhalb der Gattung Epipremnum, aber Epipremnum pinnatum ist bei weitem die wichtigste botanische Art, die als Zimmerpflanze gehalten wird. Diese Art hat Dutzende von Kultivaren (gezüchteten Varianten), die sich in Blattfarbe, Blattzeichnung und Wuchskraft unterscheiden. Hier sind die bekanntesten Kultivare (gezüchteten Varianten) von Epipremnum pinnatum:
- Epipremnum pinnatum aureum. Diese Sorte ist die bekannteste und wird oft als Epipremnum aureum, Pothos oder Drachenefeu bezeichnet. Du erkennst Aureum an den grünen Blättern mit gelben bis goldfarbenen Blattmustern. Die Pflanze ist sehr robust, kann große Blätter entwickeln und ist eine kräftige Kletterpflanze.
- Epipremnum pinnatum Marble Queen: Diese Sorte hat auffällige marmorierte weiß-grüne Blätter. Wegen der hellen Farbe hat diese Sorte weniger Blattgrün (Chlorophyll) als Aureum, sodass sie langsamer wächst und mehr Licht braucht, um schön zu bleiben.
- Epipremnum pinnatum Neon: Diese Sorte hat auffällige hellgrüne bis limettenfarbene Blätter. Die Farbe bleibt am schönsten an einem hellen Standort mit viel indirektem Sonnenlicht.
Efeutute zurückschneiden: wann und wie?
Wegen des schnellen Wachstums könnte es sein, dass du manchmal die langen Ranken deiner Efeutute zurückschneiden möchtest. Das sorgt für ein schöneres, volleres Wachstum. Der beste Zeitpunkt für einen gründlichen Rückschnitt von Epipremnum ist während der Wachstumsphase (Frühjahr oder Sommer), aber ein leichter Rückschnitt geht das ganze Jahr über. Schneide die längsten Ranken der Pflanze mit einer scharfen, sauberen Gartenschere ab und schneide die Ranke direkt über einem Blattknoten ab (nicht in der Mitte eines kahlen Stiels). Entferne auch alle beschädigten oder verfärbten Blätter.
Stecklinge von deiner Efeutute: wie geht das?
Willst du deine Efeutute stecken, also vermehren? Kein Problem! Am besten machst du das in der Wachstumsperiode (Frühjahr und Sommer). Es gibt verschiedene Methoden, wie du diese Pflanze stecken kannst, aber „Stängelstecklinge” sind die beste Methode für diese Pflanze. Hier erfährst du alles über Stängelstecklinge, inklusive einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für erfolgreiches Stecken.
Ist die Efeutute giftig?
Ja, die Efeutute ist für Menschen und Haustiere wie Hunde und Katzen leicht giftig. Die Pflanze hat Calciumoxalatkristalle, die bei Verzehr Probleme verursachen können, z. B. Reizungen im Mund- und Rachenraum, Übelkeit und Speichelfluss.
Symbolik der Efeutute
Die Efeutute steht für Durchhaltevermögen, Vitalität und Wachstum. Diese Symbolik verdankt die Pflanze vor allem der Tatsache, dass sie schnell wächst und sehr stark ist.
Woher stammt die Efeutute ursprünglich?
Epipremnum kommt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens und den Pazifikinseln. Dort wächst die Pflanze als Bodendecker und als Kletterpflanze an Bäumen, oft in warmen und feuchten Gegenden.