So gibst du deinen Pflanzen eine starke und gesunde Basis
Schöne, gesunde Zimmerpflanzen fangen bei der Basis an. Licht und Wasser sind wichtig, aber gute Blumenerde und die richtige Pflege machen letztendlich den Unterschied zwischen einer Pflanze, die gerade so überlebt, und einer Pflanze, die in deinem Wohnzimmer richtig gut gedeiht. Blumenerde sorgt für eine stabile Basis, in der sich Wurzeln entwickeln können und aus der Pflanzen Wasser und Nährstoffe aufnehmen. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit ein paar einfachen Tipps dafür sorgst, dass deine Pflanzen kräftig wachsen und ihre Blätter frisch und gesund bleiben.
Blumenerde für Zimmerpflanzen
Blumenerde ist viel mehr als nur ein bisschen „Erde“, die man in einen Blumentopf schüttet. Es ist eine sorgfältig zusammengestellte Mischung aus organischem Material, die Wasser speichert, luftdurchlässig ist und Nährstoffe enthält, die deine Pflanzen lange am Leben erhalten.
Wie wählst du die richtige Blumenerde aus?
Für die meisten Zimmerpflanzen eignet sich Universal-Blumenerde hervorragend. Diese Blumenerde enthält eine ausgewogene Nährstoffmischung und hat eine lockere Struktur, in der sich die Wurzeln gut entwickeln können.
Manchmal hat eine Pflanze jedoch andere Bedürfnisse. So wächst eine Orchidee von Natur aus nicht in Erde, sondern auf Baumrinde. Deshalb verwendest du für diese Pflanze am besten spezielle Orchideenerde, die aus einer luftigen Mischung aus groben Materialien wie Rinde besteht. Dadurch erhalten die Wurzeln ausreichend Sauerstoff und überschüssiges Wasser kann leicht abfließen.
Achte bei der Auswahl der Blumenerde auch auf die Struktur. Gute Blumenerde fühlt sich locker an, speichert Wasser, bleibt aber nicht triefnass. So verhinderst du, dass die Wurzeln ersticken oder anfangen zu faulen.
Wie oft muss man die Blumenerde austauschen?
Blumenerde verliert mit der Zeit an Nährstoffen. Die Pflanzen nehmen die Nährstoffe auf und die Struktur kann sich verdichten, wodurch das Wasser schlechter abfließt.
Eine praktische Richtlinie ist, Zimmerpflanzen etwa alle 2 bis 3 Jahre umzutopfen oder die oberste Schicht der Blumenerde zu erneuern. Das kannst du einmal im Jahr machen. Besonders im Frühling, wenn die Pflanzen wieder aktiv zu wachsen beginnen, ist das ein guter Zeitpunkt.
Beigrößeren Pflanzen, die schwer umzutopfen sind, kannst du auch nur die obersten paar Zentimeter der Blumenerde austauschen. So bekommt die Pflanze trotzdem wieder einen frischen Vorrat an Nährstoffen.
Bist du dir unsicher, ob es Zeit ist? Du solltest im Gartencenter einen neuen Sack Blumenerde besorgen, wenn du Folgendes feststellst:
- Deine Blumenerde ist verdichtet oder sogar eingesunken
- Deine Blumenerde nimmt Wasser nur noch schwer auf
- Deine Blumenerde hat eine Schicht weißen Schimmel
- Deine Blumenerde riecht muffig
Probleme mit Blumenerde: Fliegen und andere Tierchen
Manchmal siehst du kleine Fliegen um deine Zimmerpflanzen herum. Das sind oft Trauermücken, die ihre Eier gerne in feuchte Blumenerde legen. Ihre Larven leben im Boden und ernähren sich von organischem Material. Schön für sie, weniger schön für dich und deine Pflanze.
Du kannst dieses Problem meist einfach lösen, indem du die Blumenerde zwischen den Gießvorgängen etwas trockener werden lässt, da die Larven vor allem in nasser Erde gedeihen. Es hilft auch, die oberste Schicht der Blumenerde auszutauschen oder eine dünne Schicht trockenen Sandes oder Hydrokörner auf die Erde zu streuen.
Ein weiterer Tipp zur Vorbeugung gegen Ungeziefer ist, abgefallene Blätter oder Pflanzenreste aus dem Topf zu entfernen. So bleibt die Erde sauberer und weniger attraktiv für Insekten.
Dünger für Zimmerpflanzen
Neben Blumenerde brauchen die meisten Pflanzen zu bestimmten Jahreszeiten auch zusätzlichen Dünger. Vor allem, wenn sie schon eine Weile im selben Topf stehen, gehen die vorhandenen Nährstoffe langsam zur Neige.
Wann solltest du Zimmerpflanzen düngen?
Die meisten Zimmerpflanzen wachsen vor allem in der Wachstumsphase: im Frühling und Sommer. In dieser Zeit verbrauchen sie mehr Energie, um neue Blätter und Wurzeln zu bilden. Das ist also der ideale Zeitpunkt, um deine Pflanzen zu düngen.
Im Herbst und Winter wachsen Pflanzen meist langsamer und brauchen keine zusätzliche Düngung. Betrachte es als ihren Winterschlaf und lass sie einfach in Ruhe. Zu viel Dünger in dieser Zeit kann sogar schädlich sein.
Welcher Dünger für Zimmerpflanzen?
Es gibt verschiedene Arten von Pflanzendünger, aber du solltest vorzugsweise natürlichen oder biologischen Pflanzendünger wählen. Dieser Dünger basiert auf organischen Inhaltsstoffen und gibt Nährstoffe nach und nach ab, wodurch die Pflanzen sie besser aufnehmen können.
Natürlicher Pflanzendünger hilft außerdem, das Bodenleben in der Blumenerde zu fördern. Das sorgt für gesunde Wurzeln und kräftigere Pflanzen.
Beachte immer die empfohlene Dosierung und gib lieber etwas weniger als zu viel. Denn Überdüngung kann zu braunen Blattspitzen, weißem Belag auf der Erde oder einem gestörten Wachstum führen.
Brauchst du noch mehr Inspiration?
Bist du auf den Geschmack gekommen und willst ein*e Pflanzenexpert*in werden? Dann lies doch mal unsere allgemeinen Pflege-Tipps für Pflanzen. Entdecke auch Artikel darüber, welche Zimmerpflanzen geeignet sind, wenn du Haustiere hast, und wie du Blattläuse loswirst.