Gerbera im Garten: Merkmale und Blütezeit
Gartengerbera erkennt man an ihrer Rosette aus frischgrünen Blättern, aus der lange Blütenstiele emporwachsen. Am Ende jedes Stiels erscheint eine auffällige Blüte. Was wie eine einzige Blüte aussieht, sind in Wirklichkeit Hunderte kleiner Blümchen, die zusammen einen Blütenkopf bilden.
Die Gerbera gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), einer der größten Pflanzenfamilien der Welt, zu der auch Sonnenblumen, Margeriten und Chrysanthemen gehören.
Gartengerbera blühen in der Regel von Mai bis einschließlich Oktober. Wenn du verwelkte Blüten regelmäßig entfernst, bildet die Pflanze immer wieder neue Blütenstiele, und die Blütezeit kann sich über Monate hinziehen!
Gerbera gedeihen hervorragend in sonnigen Beeten, Pflanzkübeln und großen Terrassentöpfen.
Gerbera im Garten: Standort
Gerbera vertragen volle Sonne. Die Pflanze braucht nämlich viel Sonnenlicht, um reichlich zu blühen. Der ideale Standort für Gerbera hat folgende Eigenschaften:
- Ein Platz in voller Sonne bis leichtem Halbschatten
- Geschützt vor starkem Wind (z. B. neben einem Zaun)
- Nährstoffreicher, humusreicher Boden
- Gut durchlässiger Boden
Pflege der Gerbera als Gartenpflanze
Wie pflegt man eine Gerbera am besten? Wie viel Wasser braucht eine Gerbera? Die Antworten auf diese und weitere Fragen findest du hier:
- Gartengerbera musst du nur während warmer, trockener Perioden gießen. Achte darauf, dass die Erde leicht feucht bleibt, aber vermeide, dass die Wurzeln längere Zeit im Nassen stehen, denn das führt zu Wurzelfäule. Du erkennst, dass deine Gartengerbera Wasser brauchen, wenn die Blätter schlaff herunterhängen.
- Gib Gerbera in Töpfen oder Kübeln während der Blütezeit etwas Pflanzendünger ins Gießwasser.
- Gib Gerbera im Freiland im Frühjahr etwas organischen Dünger.
- Entferne verblühte Blüten, damit die Pflanze neue Blüten bilden kann. Dazu schneidest du die Stiele direkt unterhalb der verblühten Blüte ab.
Gerbera im Garten pflanzen? So geht’s!
Gerbera lassen sich zwar aus Samen ziehen, werden aber meistens als Jungpflanzen gekauft, weil das der schnellste und einfachste Weg ist, sich an den Blumen zu erfreuen. Hast du junge Gerbera-Pflänzchen gekauft und möchtest sie in deinem Garten, auf deiner Terrasse oder deinem Balkon pflanzen? Dann pflanze sie am besten im Frühjahr (April–Mai), wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Wenn du sie im Frühjahr pflanzt, haben sie genügend Zeit, Wurzeln zu schlagen, bevor der Winter einsetzt. Wähle einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden und halte einen Abstand von 25–40 Zentimetern zwischen den Pflanzen ein, wenn du sie direkt ins Freiland pflanzt.
Ist die Gerbera eine winterharte Staude?
Ja und nein. Es gibt Sorten, die winterhart (mehrjährig) sind und daher jahrelang im Boden bleiben können, aber es gibt auch viele Sorten, die nicht winterhart sind. Diese nicht winterharten Sorten musst du im Winter vor Frost schützen, indem du sie an einem frostfreien Ort überwintern lässt.
Wenn du Gerbera im Freiland pflanzen möchtest, zum Beispiel in deinem Beet, dann wähle immer winterharte Sorten wie Garvinea® und Sunshapers. Wenn du Gerbera in einen Topf pflanzen möchtest, kannst du auch eine nicht winterharte Sorte wählen und die Pflanze im Winter an einen frostfreien Ort stellen.
Wenn du Gerbera im Freiland pflanzen möchtest, zum Beispiel in deinem Beet, solltest du dich immer für winterharte Sorten entscheiden.
Wie entfernt man verblühte Gerbera?
Ist deine Gerbera verblüht? Indem du die verblühten Blüten entfernst, sorgst du dafür, dass die Pflanze ihre Energie in die Bildung neuer Blüten steckt. Du entfernst die verblühten Blüten, indem du die Stiele direkt unterhalb der verblühten Blüte mit einer scharfen und sauberen Gartenschere abschneidest.
Gartengerbera-Sorten
Wie du im Blumenratgeber über Gerbera nachlesen kannst, gibt es Tausende von gezüchteten Varianten einiger botanischer Arten. Bei Gerbera wird vor allem nach Blütenformen unterschieden, wie zum Beispiel einfache, halbgefüllte und gefüllte Gerberas.
Für den Einsatz im Garten sind vor allem robuste Hybriden (Kreuzungen zwischen verschiedenen Arten) beliebt. Diese werden nach Eigenschaften wie langer Blütezeit, Wetterbeständigkeit und Krankheitsresistenz ausgewählt. Bei Gartengerbera unterscheiden wir vor allem zwischen nicht winterharten (einjährigen) Sorten und winterharten bzw. bedingt winterharten (mehrjährigen) Sorten, wie den bekannten Garvinea® (vertragen Frost bis etwa -5 Grad) und Sunshapers.
Wer Gerbera für Insekten pflanzt, greift zu einfachen Sorten. Bei gefüllten Sorten sind die Staubblätter zu Blütenblättern umgezüchtet – sie bieten weder Pollen noch Nektar. Halbgefüllte Sorten sind ein Kompromiss.
Muss man Gerbera zurückschneiden?
Gerbera als Gartenpflanzen müssen nicht in Form geschnitten werden, aber bei der Pflege von Gerbera in deinem Garten oder auf deinem Balkon gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten:
- Während der Blütezeit: Entferne verblühte Blüten direkt nach der Blüte, damit die Pflanze neue Blütenknospen bilden kann. Schneide die Stiele ab, an denen die verblühten Blüten sitzen. Entferne außerdem braune oder vertrocknete Blätter, damit Pilze keinen Raum zum Wachsen haben und die Pflanze genug Kraft behält, um gesund zu bleiben.
- Im Frühjahr: Entferne im Frühjahr, wenn die größte Kälte vorbei ist, die abgestorbenen Pflanzenteile. Tu das nicht im Herbst, denn die Blätter schützen die Pflanze im Winter vor Kälte.
Möchtest du mehr über die Gerbera erfahren?
Bist du neugierig auf die Symbolik und Herkunft der Gerbera? Dann schau dir unseren Blumenratgeber zur Gerbera an, in dem wir dir alles darüber erzählen. Entdecke außerdem, welche Farbe sich für welchen Anlass eignet und wie du aus Gerbera Blütenkonfetti herstellst.