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Eukalyptus

Winterhart, schnellwüchsig, duftend: Erfahre alles über Eukalyptus im Garten
Eucalyptus
Eukalyptus ist ein schnellwüchsiger, immergrüner Baum oder Strauch aus Australien, der in Deutschland vor allem als Eucalyptus gunnii im Garten und im Kübel wächst. Gut eingewurzelt übersteht er Frost bis etwa −15 °C. Dekorative silberblaue Blätter, wunderbarer Duft, heilende Eigenschaften: Kein Wunder, dass der Eukalyptus weltweit beliebt ist.

Steckbrief Eucalyptus gunnii

Winterhärte (ausgepflanzt, eingewurzelt): etwa −12 bis −15 °C

Winterhärte im Kübel: deutlich empfindlicher – hell und frostfrei bei 5–10 °C überwintern oder Frostschutz für den Kübel

Zuwachs: 50 bis 100 cm pro Jahr

Endhöhe ohne Schnitt: 10 bis 20 m, unter günstigen Bedingungen bis 25 m

Endhöhe mit jährlichem Schnitt: 2 bis 4 m

Standort: vollsonnig und windgeschützt, mindestens 6 Stunden Sonne

Boden: durchlässig, sandig bis lehmig; verträgt magere, trockene Böden, keine Staunässe

Pflanzzeit: frostfreie Periode, am besten spätes Frühjahr; Kübelpflanzen nach den Eisheiligen (Mitte Mai)

Blatt: immergrün

Giftigkeit: giftig für Menschen, Hunde und Katzen bei Aufnahme größerer Mengen

Eukalyptus: Merkmale und Blüte

Der Eukalyptus wird auch Gummibaum genannt. Der Name „Eukalyptus“ leitet sich vom griechischen „eu“ (schön) und „kalyptos“ (Mütze) ab. Er bezieht sich auf die Blüten, die aus Staubblättern und Stempeln bestehen und zusammen wie eine Kappe aussehen. Die Blätter der bekanntesten Eukalyptus-Arten sind rund oder oval und wachsen vollkommen symmetrisch um den Stiel herum. Diese Blätter verströmen einen frischen, mentholartigen Duft, der Insekten fernhält.

Der blaugraue Schimmer auf den Blättern entsteht durch eine Wachsschicht, die das Licht reflektiert, wodurch das Blatt silbrig wirkt. Nach vier bis fünf Jahren blüht der Eukalyptus im Sommer mit cremefarbenen Blüten. Es gibt auch Arten, die rot blühen, aber diese sind nicht winterhart. Die Rinde des Eukalyptusbaums ist attraktiv und blättert ab.

Eukalyptus gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae), zu der auch Pflanzen wie Guave, Teebaum und Gewürznelkenbaum gehören. Diese Pflanzen kommen ursprünglich vor allem in (sub)tropischen Gebieten vor. Die Familie der Myrtengewächse ist vielfältig und umfasst sowohl essbare Pflanzen als auch Zierpflanzen, von denen viele für ihre aromatischen Eigenschaften und ihren medizinischen Wert bekannt sind.

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Pflege von Eukalyptus

Eukalyptus in deinem Garten oder auf deinem Balkon? Hier findest du Tipps für die Pflege von Eukalyptus.

  • Gieße junge, kleine Eukalyptuspflanzen in der Anfangsphase regelmäßig, damit sie gut anwurzeln (sie brauchen einen leicht feuchten Wurzelballen). Halte den Boden feucht, aber nicht zu nass. Eine Überwässerung kann zu Wurzelfäule führen.
  • Einmal eingewurzelt, kommt der Eukalyptus gut zurecht. Gieße nur während längerer Trockenperioden.
  • Gib dem jungen Eukalyptus im Frühjahr und Sommer einen leichten, organischen Dünger, um das Wachstum zu fördern.
  • Ausgewachsener Eukalyptus braucht wenig oder gar keinen zusätzlichen Dünger. Wenn das Wachstum stagniert, kannst du eine Schicht Mulch (organischer Dünger wie Laub, Holzspäne, Kompost usw.) um die Basis des Baumes legen.
  • Wenn zuviel Unkraut rund um den Eukalyptus wächst, kannst du dies bekämpfen, indem du eine Schicht Mulch um die Basis legst.

Eukalyptus-Arten

Es gibt etwa 800 Eukalyptus-Arten. Die Arten unterscheiden sich stark in Wuchsform (vom kleinen Strauch bis zum hohen Baum), Blütenstand, Duft, Farbe, Form und Verwendungsmöglichkeiten. Bei den meisten Arten verändert sich das Laub im Laufe der Jahre. Als Jungbäume haben Eukalyptusbäume oft runde Blätter. Sind sie ausgewachsen, sind die Blätter schmal und sichelförmig geworden. Das Laub hängt dann auch herab. Das sind die bekanntesten Eukalyptusarten:

  • Eucalyptus gunni (Mostgummi-Eukalyptus): Diese Art ist in den Niederlanden am häufigsten anzutreffen und am bekanntesten. Gunni ist gut winterhart und hat silberblaue, runde Blätter mit hohem Zierwert, weshalb die Blätter dieser Art oft für Blumenarrangements verwendet werden. Die Blätter haben einen milden, süßen Duft (weniger stark als der von Eucalyptus globulus). Bäume dieser Art werden (ohne Schnitt) 10 bis 25 Meter hoch.
  • Eucalyptus globulus (blauer Eukalyptus): Diese Art hat blaugrüne Blätter, wächst schnell und verströmt einen starken, mentholartigen Duft. Sie ist eine der wichtigsten Quellen für Eukalyptusöl. Bäume dieser Art können bis zu 70 Meter hoch werden!
  • Eucalyptus citriodora (Zitroneneukalyptus): Diese Art hat lange, hellgrüne Blätter mit einem starken Zitronenduft. Das macht sie in der Aromatherapie und als Insektenschutzmittel sehr beliebt. Bäume dieser Art werden bis zu 40 Meter hoch.
  • Eucalyptus camaldulensis (roter Eukalyptus): Diese Art hat graugrüne Blätter mit einem dezenten, mentholartigen Duft. Die Rinde des Baumes ist weiß bis grau und hat manchmal einen rötlichen Schimmer, wenn sie abblättert. Das Kernholz ist rotbraun, daher der Name „Roter Eukalyptus“. Dies ist eine der am häufigsten vorkommenden Arten in Australien. Das langlebige Holz dieses Baumes mit der auffälligen, rötlichen Farbe ist wichtig für die Holzindustrie.
  • Eucalyptus radiata: Diese Art hat schmale, dunkelgrüne Blätter mit einem frischen, minzartigen Duft. Das Öl dieser Pflanze wird bei Atemwegsbeschwerden und in der Aromatherapie verwendet. Bäume dieser Art werden bis zu 30 Meter hoch.
  • Eucalyptus pauciflora: Die Blätter dieser Art sind lang, schmal und blaugrün und duften dezent und frisch. Das ist eine sehr winterharte Art, weshalb sie auch „Schnee-Eukalyptus“ genannt wird. Der Baum wird bis zu 20 Meter hoch.
  • Eucalyptus diversicolor: Diese Art, auch als Karri bekannt, ist international weniger geläufig, stammt aber ursprünglich aus Australien. Sie gehört zu den höchsten Bäumen der Welt (bis zu 100 Meter hoch). Dieser Baum ist wegen seines harten, starken Holzes sehr wichtig für die Holzindustrie. Die Blätter dieses Baumes sind lang, schmal und dunkelgrün.

Wie hoch wird Eukalyptus – und wie schnell?

Eucalyptus gunnii ist die beliebteste Eukalyptus-Art in europäischen Gärten. Ungeschnitten wird er 10 bis 20 Meter hoch, unter günstigen Bedingungen bis etwa 25 Meter. Er wächst dabei 50 bis 100 Zentimeter pro Jahr – wer ihn klein halten will, kommt um einen jährlichen Schnitt nicht herum. Mit regelmäßigem Rückschnitt bleibt er problemlos bei 2 bis 4 Metern.

Im Kübel bleibt Eukalyptus meist bei 2 bis 3 Metern. Wähle den Kübel trotzdem von Anfang an groß: Die Pflanze wächst schnell und hat einen empfindlichen Wurzelballen, der Umzüge nicht mag.

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Eukalyptus pflanzen: Tipps

Hast du vor, Eukalyptus im Freiland oder in einem Topf auf deinem Balkon oder deiner Terrasse zu pflanzen? Schau dir die folgenden Tipps zum Pflanzen von Eukalyptus an und entdecke hier Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Tipps zum Pflanzen von Gartenpflanzen.

  • Pflanze Eukalyptus in einer frostfreien Zeit. Am besten im späten Frühling, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Eukalyptus in einem Topf pflanzt du am besten nach den Eisheiligen (Mitte Mai).
  • Die meisten Eukalyptusarten wachsen in fast allen Bodenarten, aber die Pflanze gedeiht am besten auf durchlässigem Sand- oder Lehmboden. Sie wachsen auch gut auf kargen, trockenen Böden, solange der Boden gut entwässert ist (d. h. überschüssiges Wasser abfließen kann).
  • Gib dem Eukalyptus gleich einen guten Standort: Die Pflanze mag es gar nicht, umgetopft zu werden, da die Wurzeln sehr empfindlich sind.

Was ist der beste Standort für Eucalyptus gunnii?

Eucalyptus gunnii (Mostgummi-Eukalyptus) wächst am besten an einem sonnigen, geschützten Standort in gut durchlässigem Boden. Volle Sonne ist ideal, aber der Baum kann auch im Halbschatten wachsen.

  • Sonnenlicht: Dieser Eukalyptus steht gerne an einem sonnigen Standort. Der Mostgummi-Eukalyptus braucht viel direktes Sonnenlicht, um optimal wachsen zu können.
  • Schutz: Am liebsten steht der Mostgummi-Eukalyptus etwas geschützt vor starkem und kaltem Wind, vor allem junge Bäume mögen es geschützt.
  • Boden: Eucalyptus gunnii wächst am besten in Böden, in denen Wasser gut abfließen kann. Der Boden darf leicht feucht sein, aber vermeide, dass die Wurzeln lange Zeit in sehr nassem Boden stehen.
  • In einem Topf: Wähle wegen des schnellen Wachstums von Eucalyptus gunnii einen geräumigen Topf mit guter Drainage. Denk daran, dass Eucalyptus in einem Topf empfindlicher gegenüber starkem Frost ist als ein Baum im Freiland.
Wenn du deinen Eukalyptus in einen Topf pflanzt, besorg dir gleich einen großen Topf oder Kübel. Eukalyptus wächst schnell und braucht Platz!
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Eukalyptusanwendungen: von der Dekoration bis zur Aromatherapie

Eukalyptus hat viele Verwendungsmöglichkeiten, die von der Dekoration (in Blumenarrangements) bis hin zu medizinischen, aromatischen und industriellen Anwendungen reichen. Dies sind die häufigsten Verwendungszwecke von Eukalyptus:

  • Eukalyptus zur Dekoration: Die Blätter von Eukalyptus, insbesondere von Eucalyptus gunnii, werden wegen ihrer attraktiven silberblauen Farbe und ihres angenehmen Dufts oft in Blumenarrangements und Sträußen verwendet. Besonders beliebt sind sie für Brautsträuße, Kränze und Tischgestecke. Sie werden auch oft für die Innendekoration verwendet (frisch und getrocknet), zum Beispiel in Glasvasen.
  • Eukalyptus für medizinische Zwecke: Das aus den Blättern des Eukalyptus gewonnene Öl hat entzündungshemmende, antibakterielle und harntreibende Eigenschaften. Das Öl wird daher oft in Produkten gegen Erkältungen, Salben und Balsamen zur Erleichterung der Atmung und in der Mundpflege verwendet.
  • Eukalyptus in der traditionellen Medizin: Traditionell werden die Blätter verwendet, um Schmerzen zu lindern, Fieber zu senken und Wundinfektionen zu behandeln.
  • Eukalyptus in der Aromatherapie: Eukalyptus wird wegen seines erfrischenden, beruhigenden Dufts häufig in der Aromatherapie eingesetzt. Er hilft beim Stressabbau und fördert die Entspannung. Das Öl wird auch in Kerzen und Diffusoren verwendet, um eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen.
  • Eukalyptus für industrielle Anwendungen: Eukalyptusbäume werden weltweit in der Holzindustrie für die Herstellung von Möbeln, Fußböden und Papier verwendet.
  • Eukalyptus zur Insektenabwehr: Eukalyptusöl wird als natürliches Mittel zur Abwehr von Insekten wie Mücken eingesetzt. Das Öl wird oft in Sprays, Lotionen und Kerzen verwendet. Manchmal wird das Öl auch in Haustierprodukten verwendet, um Flöhe und Zecken abzuwehren. Beachte, dass zu hohe Konzentrationen und übermäßiger Gebrauch giftig für Haustiere sind.
  • Eukalyptus für kulinarische Zwecke: Bienen, die den Nektar der Eukalyptusblüten (die im Sommer blühen) sammeln, produzieren eine bestimmte Art von Honig mit typischem Geschmack und medizinischen, heilenden Eigenschaften (z. B. zur Linderung von Halsentzündungen).
Eucalyptus

Beschneiden von Eukalyptus: wann und wie?

Das Beschneiden des Eukalyptus ist für ein optimales Wachstum und um die Pflanze in Form zu halten, notwendig. Das liegt daran, dass ein Eukalyptus sehr schnell wächst! Es gibt zwei Arten des Beschnitts von Eukalyptus:

  • Formschnitt: Im zeitigen Frühjahr (März) kannst du den Eukalyptus zurückschneiden, um die gewünschte Form zu erhalten. Schneide lange Triebe auf die gewünschte Höhe zurück und entferne gleichzeitig alle abgestorbenen Pflanzenteile.
  • Erhaltungsschnitt: Indem du regelmäßig abgestorbene und beschädigte Blätter und Äste entfernst, kannst du die beste Gesundheit und das Aussehen deines Eukalyptus unterstützen.

Willst du mehr über Baumschnitt, die Grundregeln für Beschnitt und die verschiedenen Schnittarten wissen? Lies alles darüber in diesem Artikel.

Ist Eukalyptus winterhart?

Ja – Eucalyptus gunnii ist die winterhärteste der gängigen Arten und übersteht ausgepflanzt und gut eingewurzelt Frost bis etwa −15 °C. Junge Bäume sind empfindlicher, Kübelpflanzen deutlich mehr.

  • Ausgepflanzt: In milden Lagen genügt ein Winterschutz aus Laub oder Stroh auf der Wurzelscheibe; bei anhaltendem Frost die Krone junger Bäume mit Vlies schützen.
  • Im Kübel: Kübel in Luftpolsterfolie oder Jutematte einpacken und an eine geschützte Hauswand stellen. Außerhalb von Weinbauklima besser hell und frostfrei bei 5 bis 10 °C überwintern.
  • Nicht winterhart sind die meisten anderen Arten, darunter Eucalyptus globulus und Eucalyptus citriodora sowie alle rotblühenden Arten.

Ist Eukalyptus immergrün?

Eukalyptus ist immergrün, was bedeutet, dass die Pflanze (sowohl Strauch als auch Baum) das ganze Jahr über immergrün ist.

Eukalyptus als Zimmerpflanze im Haus: Ist das möglich?

Eukalyptus kann als Zimmerpflanze geeignet sein, vorausgesetzt, du wählst die richtige Art und pflegst die Pflanze gut. Die Arten Eucalyptus gunnii und Eucalyptus citriodora eignen sich am besten als Zimmerpflanze. Das liegt an ihren dekorativen Blättern, dem relativ kompakten Wuchs und dem angenehmen Duft. Schau dir die folgenden Tipps zur Pflege von Eukalyptus als Zimmerpflanze an:

  • Stelle den Eukalyptus an einen sonnigen Platz, am besten in der Nähe eines Fensters, das nach Süden oder Westen ausgerichtet ist. Achte darauf, dass die Pflanze mindestens 6 Stunden Sonnenlicht pro Tag bekommt.
  • Eukalyptus mag feuchte Erde. Lass die Blumenerde zwischen den Wassergaben leicht austrocknen. Vermeide eine Überwässerung, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
  • Verwende gut durchlässige Blumenerde und wähle einen Topf mit Drainagelöchern, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.
  • Eukalyptus wächst schnell, daher musst du die Pflanze regelmäßig umtopfen und beschneiden (im Frühjahr).
  • Eukalyptus gedeiht am besten bei einer Raumtemperatur von 18-24°C. Vermeide Zugluft und Temperaturen <10°C.
  • Manche Menschen reagieren empfindlich auf den starken Geruch von Eukalyptus. Achte auf ausreichende Belüftung.
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Ist Eukalyptus giftig?

Ja, Eukalyptus ist für Menschen, Hunde und Katzen giftig – abhängig von der aufgenommenen Menge. Blätter und Öl können in größeren Mengen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen; bei Haustieren kommen Schwäche und Desorientierung dazu. Reines Eukalyptusöl reizt außerdem empfindliche Haut und gehört nicht ohne fachliche Anleitung in den Mund.

Symbolische Bedeutung von Eukalyptus

Eukalyptus hat mehrere symbolische Bedeutungen. Diese Symbolik ist uralt und aufgrund der kraftvollen Eigenschaften und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Eukalyptus gegeben.

  • Das schnelle Wachstum des Eukalyptus und die ständige Erneuerung seiner Rinde machen die Pflanze zu einem Symbol für Kraft, Wachstum und Vitalität.
  • Der erfrischende Duft von Eukalyptus wird mit positiver Energie, Läuterung und Reinigung assoziiert, sowohl körperlich als auch geistig. Es heißt, dass negative Energien verschwinden, wenn du ein Eukalyptusblatt an dieser Stelle verbrennst.
  • Aufgrund seiner medizinischen Eigenschaften ist Eukalyptus auch ein Symbol für Schutz und Heilung.
  • Für die Aborigines ist der Eukalyptus ein heiliger Baum. Für sie steht Eukalyptus für die Unterteilung in Unterwelt, Erde und Himmel.
  • Die beruhigenden Eigenschaften des Eukalyptusöls machen die Pflanze zu einem Symbol der Ruhe und Entspannung.

Herkunft des Eukalyptus

Eukalyptus ist in Australien heimisch. Die Aborigines nutzen die verschiedenen Teile des Eukalyptusbaums für verschiedene Zwecke, z. B. als Heilmittel oder zum Bau von Hütten und Werkzeugen.

In Australien gibt es eine große Vielfalt an Eukalyptusarten, die von kleinen Sträuchern bis zu großen Bäumen reichen. Diese große Vielfalt macht Eukalyptus zu einer der häufigsten Baumarten in Australien und zu einem wichtigen Bestandteil der australischen Landschaft und des Ökosystems. Eukalyptus ist auch in den umliegenden Gebieten Australiens heimisch, z. B. in Tasmanien, Indonesien und auf den Philippinen.

Die ersten europäischen Entdecker in Australien, darunter Kapitän James Cook (Ende des 18. Jahrhunderts), sahen, wie die Eingeborenen die Blätter des Eukalyptus nutzten. Das weckte das Interesse der westlichen Siedler an der Pflanze. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Eukalyptus in den Vereinigten Staaten, Südafrika und Europa eingeführt. Vor allem im späten 19. Jahrhundert stieg das Interesse an Eukalyptus wegen seiner medizinischen Eigenschaften, der Wachstumsrate der Bäume und des Holzes, das für kommerzielle Zwecke genutzt werden konnte, rapide an.

Eukalyptus wurde dann zunehmend in botanischen Gärten und auf Landgütern angepflanzt, vor allem in Ländern wie Spanien, Portugal und Italien, wo das Klima günstig war. Heute ist Eukalyptus weltweit beliebt, vor allem wegen seines Zierwertes und seiner vielen praktischen Verwendungsmöglichkeiten.

Fun Fact: Koalas und Eukalyptus

Koalas und Eukalyptus sind eng miteinander verbunden, denn die Blätter des Eukalyptus sind die Hauptnahrungsquelle der Koalas. Für die meisten Tiere sind Eukalyptusblätter ungenießbar oder giftig (sie sind schwer verdaulich und enthalten nur wenige Nährstoffe), aber Koalas haben sich vollständig an das Fressen der Blätter angepasst. Koalas haben einen sehr langen Blinddarm und einen geringen Energiebedarf, weil sie die meiste Zeit des Tages schlafen. Außerdem beziehen Koalas den Großteil ihrer Feuchtigkeit aus den Blättern des Eukalyptus. Die Tiere trinken nur selten Wasser. Tatsächlich bedeutet der Name „Koala“ in der Sprache der Aborigines „Tier, das nicht trinkt“.

Eucalyptus

Häufige Fragen zu Eukalyptus

Ist Eukalyptus winterhart?

Eucalyptus gunnii ist ausgepflanzt und eingewurzelt bis etwa −15 °C winterhart; im Kübel braucht er Schutz oder ein helles, frostfreies Winterquartier.

Wie schnell wächst Eukalyptus?

Eucalyptus gunnii legt 50 bis 100 Zentimeter pro Jahr zu.

Wann schneidet man Eukalyptus?

Der Formschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr, meist im März, vor dem Neuaustrieb.

Ist Eukalyptus giftig für Katzen?

Ja, Blätter, Rinde und Öl sind für Katzen und Hunde giftig und können Erbrechen, Durchfall und Schwäche auslösen.

Kann Eukalyptus im Topf wachsen?

Ja, im großen Kübel mit guter Drainage; er bleibt dann meist bei 2 bis 3 Metern und braucht regelmäßigen Schnitt.