Merkmale des Weihnachtssterns
Der Weihnachtsstern hat große, ovale, grüne Blätter. Im Winter bekommt die Pflanze winzige gelbgrüne Blüten, die von den bekannten, wunderschön gefärbten Hochblättern umgeben sind. Früher sah man vor allem die rote Variante, aber immer öfter sieht man die Pflanze auch in Cremeweiß, Zartgelb oder (Lachs-)Rosa. Und mit etwas Glück stößt man sogar auf ein mehrfarbiges oder geflammtes Exemplar!
Der Weihnachtsstern gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), zu der auch Pflanzen wie Goldruten und der Wunderbaum gehören.
Wann blüht der Weihnachtsstern?
Der Weihnachtsstern blüht zwischen November und Januar. Zusammen mit seiner Sternform und der oft roten Farbe macht das die Pflanze zu einem Symbol für die Weihnachtszeit. Die auffällige „Blüte” des Weihnachtssterns kommt nicht von Blütenblättern, sondern von Hochblättern, die im Winter ihre Farbe ändern. Die eigentlichen Blüten der Pflanze sind gelbgrün, klein und unauffällig.
Pflege und Standort des Weihnachtssterns
- Der Weihnachtsstern mag keine Kälte und Zugluft. Pack ihn gut ein, wenn du ihn vom Laden nach Hause bringst. Wickel ihn in Papier ein oder schütz ihn anders vor der Kälte.
- Stell den Weihnachtsstern zu Hause an einen zugfreien Ort, wo die Temperatur möglichst gleich bleibt.
- Die ideale Raumtemperatur für Weihnachtssterne liegt zwischen 18 und 22 °C.
- Vermeide trockene Luft, also stell die Pflanze nicht zu nah an die Zentralheizung oder den Ofen.
- Stell den Weihnachtsstern an einen hellen Ort, aber nicht in die pralle Sonne.
- Ein blühender Weihnachtsstern mag feuchte Erde. Besprühe den Weihnachtsstern eventuell ab und zu mit einer Wasserspritze.
- Gib dem Weihnachtsstern ggfs. alle 2-3 Wochen Pflanzendünger, damit die Pflanze in Topform bleibt.
- Wasch deine Hände, wenn Pflanzensaft aus einem Stiel auf deine Hand gekommen ist: Der Saft der Pflanze kann leichte Hautreizungen verursachen.
Weihnachtssterne mögen keine Kälte und Zugluft. Pack die Pflanze warm ein, wenn du sie vom Laden nach Hause bringst.
Welche Sorten* (Züchtungen) von Weihnachtssternen gibt es?
Heutzutage gibt's über 200 Kultivare von Weihnachtssternen, die sich in Farbe, Blattform und Größe unterscheiden. Hier sind die bekanntesten:
- Roter Weihnachtsstern: Das ist die klassische und beliebteste Variante, die man an den roten Hochblättern erkennt. Bekannte Sorten sind „Christmas Feeling Red” und „Premium Red”.
- Weißer und cremefarbener Weihnachtsstern: Bekannte Sorten sind „Princettia White” und „Alaska”.
- Rosa Weihnachtsstern: Bekannte Sorten sind „Pink Elf” und „Lilo Pink”.
- Zweifarbige Varianten: Das sind Sorten mit gefleckten, geflammten oder zweifarbigen Hochblättern, wie „Ice Punch” und „Jingle Bells”.
- Mini-Weihnachtssterne: Diese Sorten haben kleine, rosettenartige Blätter und eignen sich super für den (Weihnachts-)Tisch. Eine bekannte Variante ist „Winter Rose”.
*Gut zu wissen: Euphorbia pulcherrima ist die einzige botanische Art, die als Weihnachtsstern bezeichnet wird. Im Gegensatz zu den meisten Pflanzen wird beim Weihnachtsstern daher nicht zwischen botanischen Arten, sondern zwischen Kultivaren (gezüchteten Arten) unterschieden.
Ist der Weihnachtsstern giftig?
Ja, der Weihnachtsstern ist bei Verzehr sowohl für Haustiere als auch für Menschen leicht giftig. Wie viele Pflanzen aus der Familie der Wolfsmilchgewächse enthält auch der Weihnachtsstern Milchsaft. Dieser Saft kann bei Verzehr (z. B. beim Kauen eines Blattes) leichte Beschwerden wie Übelkeit und Bauchschmerzen verursachen.
Wenn deine Haut mit dem Milchsaft in Berührung kommt, kann es zu (leichten) Hautreizungen wie Rötungen und leichtem Juckreiz kommen. Wasch dir daher immer die Hände, wenn Milchsaft aus den Stielen ausgetreten ist.
Symbolik des Weihnachtssterns
Wegen seiner sternförmigen Blätter, der oft roten Farbe und der Blütezeit um Weihnachten wird der Weihnachtsstern weltweit mit dem Dezember und Weihnachten verbunden. Die Pflanze steht für Freude, Festlichkeit und Lebendigkeit.
Die rote Farbe der Blätter wird im Christentum auch als Hinweis auf das Blut Christi gesehen. Sie steht für die Liebe und das Opfer von Jesus Christus. In manchen Kulturen symbolisiert der Weihnachtsstern auch einen Neuanfang, weil die Pflanze mit dem Ende eines Jahres und dem Start eines neuen Jahres verbunden ist.
Herkunft des Weihnachtssterns
Die Pflanze hat ihren Namen „Poinsettia“ von dem amerikanischen Botaniker Joel Poinsett, der von 1825 bis 1829 als US-Botschafter in Mexiko war. Poinsett entdeckte die Pflanze während dieser Zeit in Mexiko und schickte sie jedes Jahr als Geschenk an seine Familie in Amerika. So wurde die Pflanze schnell zu einem Symbol für Liebe und Glückwünsche. In den USA wurde der Todestag von Joel, der 12. Dezember, sogar zum Poinsettia Day erklärt. An diesem Tag schenkt man sich gegenseitig einen Weihnachtsstern.
Es war aber nicht Poinsett, sondern der Züchter Robert Buist, der den Weihnachtsstern großflächig anbaute und populär machte. Buist verkaufte die Pflanzen unter dem Namen Euphorbia pulcherrima, aber im Volksmund wurden sie vor allem „Poinsettia” genannt, als Hommage an Joel Poinsett.
In der Natur wächst der Weihnachtsstern in feuchten subtropischen Bergregionen Mittelamerikas. Nicht als kleine Pflanze, sondern als Strauch, der bis zu vier Meter hoch werden kann. Von November bis Februar blüht der wilde Weihnachtsstern und bleibt dann die restlichen Monate kahl.