Sagopalmfarn
Der Sagopalmfarn gehört zu den Cycadaceae, einer sehr alten Pflanzenfamilie, die schon zur Zeit der Dinosaurier auf der Erde wuchs. Charakteristisch für das Aussehen des Sagopalmfarns ist der dicke, knollenartige Stamm, aus dem in perfekter Symmetrie steife, fächerförmige Blätter entspringen. Dank dieser robusten Bauweise wächst die Pflanze extrem langsam und kann Hunderte von Jahren alt werden. Deshalb wird sie oft als „lebendes Fossil“ bezeichnet.
Natürliche Symmetrie macht die Cycas revoluta, auch bekannt als Sagopalmfarn, zu einem optischen Blickfang. Aus einem rauen Holzstamm entfalten sich dunkel- bis frischgrüne, glänzende Federn, die sich schließlich in einem perfekten Kreis nach unten biegen. Die harten, ledrigen Blättchen bleiben monatelang unversehrt, wenn man sie nicht berührt.
Aufgrund seiner robusten Bauweise wächst der Sagopalmfarn extrem langsam und kann mehrere hundert Jahre alt werden.
Anders als blühende Zimmerpflanzen bildet ein Sagopalmfarn keine Blüten, sondern Zapfen. Ein ausgewachsener Sagopalmfarn (meist älter als zehn Jahre) kann alle paar Jahre einen beeindruckenden männlichen oder weiblichen Zapfen bilden. Dieser erscheint in der Mitte der Blattkrone und kann bis zu 30 cm hoch werden. Nach einigen Monaten trocknet der Zapfen von selbst aus; schneide ihn erst ab, wenn er vollständig ausgetrocknet ist.
Ein Sagopalmfarn ist kein schwieriger Mitbewohner, stellt aber klare Ansprüche. Wer diese beachtet, wird mit gesundem, glänzendem Laub belohnt, das jahrzehntelang hält.
Licht
Der Sagopalmfarn steht am liebsten an einem warmen, hellen Standort mit gefiltertem Sonnenlicht. Kurze Phasen mit Morgen- oder Abendsonne sind prima, aber vermeide die grelle Mittagssonne. Dreh die Pflanze jeden Monat um eine Vierteldrehung, damit alle Seiten gleichmäßig Licht bekommen und die Krone schön symmetrisch bleibt.
Wasser
Gieße sparsam: Lass immer die obersten drei Zentimeter der Erde austrocknen, bevor du wieder gießt. Der Sagopalmfarn verträgt eher Trockenheit als feuchte Erde, also achte auf einen Topf mit guter Drainage und ein luftiges Substrat. Im Winter darf die Erde etwas trockener bleiben, da die Verdunstung dann geringer ist.
Düngung
Während der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) reicht einmal im Monat ein ausgewogener, flüssiger Zimmerpflanzendünger. In der Ruhephase (von November bis einschließlich Februar) ist eine Düngung alle zwei Monate völlig ausreichend.
Zusätzliche Pflegetipps
Sobald die Nachttemperaturen über 12 °C bleiben, kannst du den Sagopalmfarn auf die Terrasse stellen. Wähle einen halbschattigen Standort, schütze die Pflanze vor Windböen und lass den Topf bei heftigen Regenschauern niemals voll laufen. Im Oktober holst du ihn wieder ins Haus, um Frostschäden zu vermeiden.
Weltweit gibt es etwa 115 Cycas-Arten. In Wohnräumen trifft man vor allem auf diese:
Die Cycas, ein urzeitlicher Palmfarn, ist eigentlich eine farnähnliche Pflanze, die bereits vor 200 Millionen Jahren auf der Erde wuchs. Heutzutage gibt es nur noch acht Gattungen, wobei der robuste Überlebenskünstler Sagopalmfarn vor allem in Südjapan, Taiwan und Teilen Südostasiens vorkommt. Europäische Botaniker entdeckten die Pflanze im 18. Jahrhundert und züchteten sie in Orangerien auf fürstlichen Landgütern.
Sagopalmfarn
Ja, der Sagopalmfarn ist (sehr) giftig für Haustiere wie Hunde und Katzen. Alle Teile der Pflanze enthalten Cyclasin, ein Gift, das bei Verschlucken schwere Magen- und Leberschäden verursachen kann, insbesondere bei Haustieren und kleinen Kindern. Trage beim Beschneiden Handschuhe und stelle die Pflanze außerhalb der Reichweite von Haustieren auf. Finde hier heraus, welche Zimmerpflanzen für Haustiere (un)sicher sind.
Der Sagopalmfarn steht symbolisch für Ewigkeit und Überleben, also für ein langes und unerschütterliches Leben. Rund um asiatische Tempel bildet die Pflanze (zusammen mit der roten Kamelie, der weißen Kamelie und dem Ginkgo) ein heiliges Quartett, das Glück, Weisheit und Standhaftigkeit anziehen soll.