Merkmale und Blüte der Gardenie
Die Gardenie hat ledrige, dunkelgrüne Blätter mit deutlich sichtbaren Adern. Die verspielten Blüten sind zunächst cremeweiß, verfärben sich mit zunehmendem Alter leicht cremefarben und verströmen einen süßen, belebenden Duft, der an Jasmin erinnert. Bei optimaler Pflege kann eine ausgewachsene Pflanze bis zu hundert Blüten pro Saison bilden. Die Gardenie gehört zur Familie der Rubiaceae (Kaffeegewächse), zu der auch beliebte Zimmerpflanzen wie die Kaffeepflanze (Coffea arabica) und die Pachira gehören.
Die Gardenie blüht meistens von April bis August.
Drinnen blüht die Gardenie meist von April bis August. Bei ausreichend Licht kann sie im Herbst noch einmal Knospen bilden. Draußen (im Topf auf einer geschützten Terrasse) blüht sie etwas später, von Juni bis September.
Pflege der Gardenie
Eine konsequente Pflege ist der Schlüssel zu einer lang anhaltenden Blüte.
Licht für die Gardenie
- Stelle die Pflanze an einen Standort mit viel hellem, indirektem Licht.
- Vermeide sengende Mittagssonne; Morgen- oder Abendsonne ist perfekt.
- Im Winter kannst du die Gardenie an einen helleren Ort stellen, damit sie genug Tageslicht bekommt.
Gardenie gießen
- Halte die Erde stets leicht feucht, aber vermeide Staunässe.
- Verwende am besten lauwarmes, kalkarmes Wasser.
- Besprühe die Blätter wöchentlich, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen; das beugt braunen Blatträndern vor.
Düngung der Gardenie
- Gib von März bis einschließlich September alle zwei Wochen einen sauren Pflanzendünger.
- Ersetze alle zwei Jahre die obersten fünf Zentimeter der Blumenerde durch frische, kalkfreie Erde. Lies mehr über geeignete Blumenerde für Gardenien.
Deine Gardenie blüht nicht? Mögliche Ursachen:
- Zu wenig Licht – stell sie näher an ein Fenster mit Ostlicht.
- Temperaturschwankungen – vermeide Zugluft und stelle die Pflanze nicht über eine Heizung.
- Zu viel Kalk im Gießwasser – verwende Regen- oder gefiltertes Wasser.
- Fehlende Ruhephase – gönne der Pflanze im Winter einen kühleren Standort (±15 °C) und weniger Dünger.
Gelbe oder braune Blätter bei der Gardenie
Gelbe Blätter deuten oft auf kalkhaltiges Wasser oder zu feuchte Erde hin; braune Ränder entstehen meist durch trockene Luft. Spüle die Blumenerde mit weichem Wasser durch und erhöhe die Luftfeuchtigkeit mit einer Schale Wasser oder einem Luftbefeuchter.
Gardenie stecken und zurückschneiden
Schneide die Pflanze nach der Blüte leicht zurück, um die Form kompakt zu halten. Die Spitzen gesunder Triebe kannst du im Frühjahr stecken: Stecke sie in feuchte Stecklingserde, decke sie mit einer Plastikhaube ab und stelle sie an einen warmen Ort (±24 °C), bis sie Wurzeln schlagen. Möchtest du mehr über das Stecken von Pflanzen lesen? Schau dir die Schritt-für-Schritt-Anleitung in diesem Artikel an und erfahre alles über das Stecklinge!
Gardenia-Arten und -Sorten
Es gibt über 200 botanische Gardenia-Arten, aber nur eine Handvoll davon wird als Zierpflanze kultiviert. Hier findest du die bekanntesten Hauptarten mit einigen beliebten Sorten darunter:
- Gardenia jasminoides: die am häufigsten als Zimmerpflanze angebaute Art. Bekannte Sorten: „Veitchii“ (reichblühend), „Frostproof“ (kompakt) und „Radicans“ (Zwergform).
- Gardenia taitensis: auch Tahiti-Gardenie genannt. Diese Art hat größere, sternförmige Blüten und ist wegen ihres intensiven Dufts beliebt.
- Gardenia thunbergia: Das ist ein schnellwachsender Strauch für mildere Klimazonen; wird oft als Unterlage oder Gartenpflanze in subtropischen Gebieten verwendet.
- Gardenia volkensii: stammt aus Afrika und ist widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit als G. jasminoides.
Jede Art hat ihren eigenen Charme, aber alle Gardenien haben die charakteristischen glänzenden Blätter und den berauschenden Duft gemeinsam.
Ist die Gardenie giftig?
Nein, die Gardenie ist weder für Menschen noch für Haustiere giftig und daher eine sichere Wahl für Familien mit Kindern oder neugierigen Katzen. Erfahre in diesem Artikel, welche Pflanzen für Haustiere (un)sicher sind.
Symbolik der Gardenie
Auf den polynesischen Inseln trägt man Gardenien hinter dem Ohr, um den Beziehungsstatus anzuzeigen: rechts bedeutet „frei“, links „in einer Beziehung“. In Westeuropa wurde die Blume durch Edith Whartons Roman „The Age of Innocence“ als Ansteckblume populär. Die Gardenie steht für Liebe, Romantik und heimliche Verliebtheit.
Herkunft der Gardenie
Die Pflanze wächst von Natur aus in Südostasien. Der chinesische Maler Xu Xi hat sie bereits im 10. Jahrhundert dargestellt, und im 18. Jahrhundert beschrieb der Arzt und Botaniker Alexander Garden die Art, die nach ihm benannt wurde.