Woran erkennst du die Montbretie?
Typisch sind die kleinen Glockenblüten, die wie an einer Perlenschnur aufgereiht an langen, leicht überhängenden Ähren sitzen. Ihre Farbpalette reicht von Orangegelb bis Tiefrot, mit allen warmen Tönen dazwischen. Die Stiele sind kräftig und recht hoch, die Blätter schmal, schwertförmig und frischgrün. Botanisch gehört die Montbretie zu den Schwertliliengewächsen (Iridaceae) und ist damit eine Verwandte von Iris und Gladiole.
Warum heißt die Montbretie so?
Zwei Namen, zwei Geschichten. Der botanische Name Crocosmia kommt aus dem Griechischen: krokos heißt Safran, osme Duft. Und tatsächlich: Legst du getrocknete Blüten in warmes Wasser, steigt dir ein Hauch Safran in die Nase. Der deutsche Name Montbretie erinnert an den französischen Botaniker Antoine François Ernest Coquebert de Montbret, der Napoleon auf seiner Ägypten-Expedition begleitete und dort Pflanzenwissen sammelte.
Tipp: Leg ein paar getrocknete Blüten in warmes Wasser – und schnupper mal. Riecht nach Safran, oder?
Wie pflegst du Montbretien in der Vase?
Mit ein paar einfachen Handgriffen hast du lange Freude an deinem Strauß.
- Schneide die Stiele mit einem scharfen Messer schräg an. So können sie mehr Wasser aufnehmen.
- Stell die Montbretien sofort in eine saubere Vase mit kühlem Wasser und Frischhaltemittel.
- Entferne alle Blätter, die ins Wasser hängen würden. Sie lassen Bakterien wachsen, und die Blüten welken schneller.
- Such einen Platz ohne Zugluft, ohne pralle Sonne und mit Abstand zu Heizung und Obstschale.
Welche Montbretie-Sorten gibt es?
Von der Montbretie gibt es nur etwa sieben Wildarten, sie alle stammen aus Afrika. Was dir im Gartencenter und im Blumenstrauß begegnet, stammt aber fast immer von einer einzigen Kreuzung ab: Crocosmia × crocosmiiflora. Sie ist keine Art aus der Natur, sondern eine Hybride aus zwei Wildarten. Aus ihr sind unzählige Sorten entstanden. Drei Klassiker:
'Lucifer': leuchtend feuerrot, eine der beliebtesten Sorten im Staudenbeet
'Emily McKenzie': Orange mit dunkler Mitte
'George Davison': frisches Gelborange
Ist die Montbretie als Gartenpflanze winterhart?
Im Garten nur bedingt. In milden Regionen übersteht sie den Winter im Beet, wenn du sie mit Laub oder Reisig abdeckst; ‚Lucifer‘ gilt als besonders robust. In rauen Lagen gräbst du die Knollen im Herbst lieber aus und lagerst sie kühl, dunkel und trocken bis zum Frühjahr. Wichtiger als die Kälte ist ein durchlässiger Boden: Staunässe im Winter lässt die Knollen faulen.
Ist die Montbretie giftig?
Stark giftig ist sie nicht, ganz harmlos aber auch nicht. Knabbern Hund oder Katze am Strauß, kann das zu leichten Magen-Darm-Beschwerden wie Speicheln oder Erbrechen führen. Bei empfindlicher Haut kann der Pflanzensaft reizen. Wohnen Haustiere oder kleine Kinder bei dir, stell die Vase sicherheitshalber etwas höher.
Was bedeutet die Montbretie?
Die Montbretie steht für Feuer, Lebendigkeit und Erinnerung – kein Wunder bei diesen Farben. Damit ist sie das passende Geschenk für einen Menschen mit Temperament oder für einen Moment, den du nie vergessen willst.
Wissenswertes über die Montbretie
- Safran-Ersatz: Aus den Blüten lässt sich ein gelber Farbstoff gewinnen, der früher als günstige Alternative zum teuren Safran diente. Beim Geschmack legen wir uns lieber nicht fest – die Farbe aber ist zum Verwechseln ähnlich.
- Liebling der Briten: In Großbritannien fühlt sich die Montbretie so wohl, dass sie vielerorts verwildert an Straßenrändern und Mauern wächst.
Woher kommt die Montbretie?
Ihre Heimat ist das Grasland im südlichen und tropischen Afrika, unter anderem in Südafrika, wo sie bis heute wild wächst. In den Niederlanden wird sie seit 1990 angebaut. Das wichtigste Exportland ist Großbritannien, wo die Montbretie inzwischen sehr beliebt ist.
Häufige Fragen
Sind Crocosmia und Montbretie dasselbe?
Ja. Crocosmia ist der botanische Name, Montbretie der deutsche.
Wie lange hält die Montbretie in der Vase?
Mind. mehrere Tage, bei guter Pflege auch länger.
Ist die Montbretie winterhart?
Bedingt. In milden Lagen bleibt sie mit Winterschutz im Beet, in rauen Lagen gräbst du die Knollen im Herbst aus.