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Marante

Pflege, Arten, Beschnitt, Stecklinge: Hier erfährst du alles über die Marante als Zimmerpflanze.
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Die Marante, auch Gebetspflanze oder Prayer Plant genannt, hat ihren Namen vom außergewöhnlichen Verhalten ihrer Blätter. Diese bewegen sich mit dem Tageslicht, indem sie sich morgens öffnen und am Ende des Tages wieder schließen. Das geschieht ganz ruhig und fast unbemerkt. Genau darin liegt der Reiz dieser Zimmerpflanze. In diesem kompletten Plant Guide erfährst du alles, was du über die Marante wissen solltest. Von ihren Eigenschaften und verschiedenen Arten bis hin zu Standort, Pflege, Stecklingen, Symbolik und Herkunft.
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Merkmale und Blüte

Die Marante, oft auch als Gebetspflanze bezeichnet, ist eine tropische Blattpflanze, bei der die Blätter sofort ins Auge fallen. Nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen ihrer Details.

Die Blätter sind oval bis rund und fühlen sich ganz weich an. Sie sind üppig mit Adern und Mustern in verschiedenen Grüntönen geschmückt, oft kombiniert mit anderen Farben wie Creme, Rosa oder Rot. Bei vielen Arten ist die Unterseite der Blätter tiefrot oder violett, was besonders sichtbar wird, wenn sich die Blätter am Abend schließen und wieder aufrichten. Dieses tägliche Öffnen und Schließen ist kein Trick, sondern eine natürliche Reaktion auf Licht und Dunkelheit.

Die Marante kann weiße oder hellviolette Blüten haben, aber die Blüte ist eher dezent. Sie ist vor allem wegen ihrer schönen Blattadern und Bewegungen beliebt.

Pflanzenfamilie

Die Maranta gehört zur Familie der Marantaceae. Zu dieser Familie gehören auch Calathea, Ctenanthe und Stromanthe. Pflanzen aus dieser Gruppe haben alle ähnliche Bedürfnisse: gefiltertes Licht, eine warme Umgebung und hohe Luftfeuchtigkeit.

Warum bewegen sich die Blätter der Maranta?

Die Blätter der Marante bewegen sich mit dem Tageslicht. Tagsüber sind sie offen, um Licht aufzunehmen, und am Ende des Tages klappen sie langsam nach oben. Dieser natürliche Rhythmus heißt Nyktinastie. Er hilft der Pflanze, Energie und Feuchtigkeit zu speichern, und ist eine Anpassung an die Bedingungen, unter denen die Marante ursprünglich wächst. Indem sie ihre Blätter abends schließt, schützt sich die Pflanze vor Auskühlung und Austrocknung. Auch in Innenräumen bleibt dieses Verhalten sichtbar, als stille Erinnerung an die tropische Umgebung, aus der die Pflanze stammt.

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Welche Arten von Maranten gibt's?

In der Gattung Maranta gibt es ungefähr 40 bis 50 botanische Arten. Nur ein paar davon werden als Zimmerpflanzen gehalten. Hier sind die Arten, die du als Zimmerpflanze am häufigsten findest.

Welchen Standort bevorzugt eine Marante?

Der beste Standort für Maranten ist hell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. In der Natur wächst die Pflanze auf dem Waldboden, geschützt durch höhere Vegetation. Zu Hause bedeutet das gefiltertes Tageslicht.

Ein Platz am Nord- oder Ostfenster ist super. Zu viel Sonne kann die Blätter bleichen oder beschädigen. Außerdem solltest du für eine konstante Temperatur von mindestens 18 Grad sorgen und Zugluft vermeiden.

Maranten pflegen: Wasser, Nährstoffe und Luftfeuchtigkeit

Bei der Pflege der Marante geht es nicht darum, viel zu tun, sondern das Richtige zu tun.

  • Gießen
    Halte die Erde leicht feucht. Lass den Wurzelballen nicht austrocknen, aber pass auch auf, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Regenwasser oder kalkarmes Wasser hilft, die Blätter schön zu halten.
  • Luftfeuchtigkeit
    Maranten mögen etwas feuchtere Luft. In einer trockenen Umgebung bekommen die Blätter schnell braune Ränder. Regelmäßiges Besprühen oder ein Platz in der Nähe anderer Pflanzen machen schon einen Unterschied.
  • Düngung
    Während der Wachstumsphase reicht einmal im Monat Zimmerpflanzendünger. Im Winter kann die Pflanze ruhen.
Die Marante zeigt, dass Anpassung manchmal die beste Art ist, um zu wachsen.

Maranten-Stecklinge: So geht's

Maranta Stecklinge sind eine tolle Möglichkeit, die Pflanze zu vermehren und den Wachstumsprozess aus nächster Nähe zu beobachten. Bei der Marante werden Stecklinge über einen Stängelsteckling in Wasser gezogen.

Der Frühling und der Frühsommer sind dafür die beste Zeit. In dieser Phase wächst die Marante aktiv und bildet schneller neue Wurzeln. Wenn du dich erst mal mit den Grundlagen des Steckens beschäftigen möchtest, lies mehr über Stecklinge. Das hilft dir, mit mehr Selbstvertrauen anzufangen!

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Ist die Marante giftig?

Die Marante ist für Menschen und Haustiere nicht giftig. Deshalb passt sie super in Haushalte mit Katzen, Hunden oder kleinen Kindern.

Häufige Herausforderungen bei Maranten

Braune Blattränder

Wenn die Marante braune Ränder an den Blättern hat, liegt das oft an trockener Luft oder der Verwendung von hartem Leitungswasser. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel durch regelmäßiges Besprühen, und gib der Pflanze vorzugsweise gefiltertes Wasser oder Regenwasser.

Hängende Blätter

Hängende Blätter sind meistens ein Zeichen dafür, dass die Erde zu trocken ist oder dass die Pflanze an einem zu kühlen Ort steht. Schau nach, ob die Blumenerde leicht feucht bleibt, und stell die Pflanze an einen warmen, zugfreien Ort.

Keine Blüte

Die Marante blüht drinnen selten. Das ist normal und kein Grund zur Sorge, die Pflanze wird vor allem wegen ihrer Blätter geschätzt.

Die Marante als Hängepflanze

Durch ihr niedriges, kriechendes Wachstum eignet sich die Marante super als Hängepflanze. In einem Hängekorb können die Blätter natürlich hängen, wodurch Muster und Farben besser zur Geltung kommen. Besonders in hellen Räumen sorgt das für eine ruhige, grüne Atmosphäre.

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Symbolik der Marante

Die Marante steht für Aufmerksamkeit und Harmonie. Ihre Blätter öffnen und schließen sich jeden Tag aufs Neue und reagieren dabei ruhig auf Licht und Dunkelheit. Sie erinnert daran, dass Wachstum nicht immer sichtbar sein muss, um wertvoll zu sein, und dass Bewegung und Ruhe sich gegenseitig ergänzen. Genau diese sanfte Botschaft macht die Marante zu einem herzlichen, persönlichen Geschenk für jemanden, den du liebst.

Wo kommt die Marante her?

Maranten kommen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Dort wachsen sie dicht am Boden, unter dem Blätterdach größerer Pflanzen und Bäume. Das Licht ist dort sanft und gefiltert, die Luft immer feucht und die Temperatur stabil.

Diese Bedingungen spiegeln sich auch in den Bedürfnissen der Marante in Innenräumen wider. Keine grelle Sonne, keine trockene Luft und keine großen Schwankungen. Wer diesen Hintergrund kennt, versteht, warum die Pflanze bei Regelmäßigkeit und Aufmerksamkeit gut gedeiht, bei schnellen Veränderungen oder harten Eingriffen hingegen weniger.