Eigenschaften und Blüte der Hoya
Die Hoya erkennt man an den fleischigen, oft wachsartigen Blättern und an den langen Ranken, dank derer die Pflanze leicht klettern oder in einem Topf herabhängen kann.
Auf den ersten Blick sieht es oft so aus, als würde die Hoya nicht blühen. Junge Wachsblumen blühen in der Regel auch nicht, aber nach einigen Jahren und unter idealen Bedingungen kann die Pflanze spektakulär blühen. An der Pflanze erscheinen dann kugelförmige Trauben mit sternförmigen, weißen oder hellrosa Blüten. Die Blüten haben ein tiefes, rosarotes Herz und verströmen einen süßen Duft. Die Hoya blüht meist im Frühling oder Sommer.
Hoya gehören zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae), zu denen auch Pflanzen wie Oleander und Immergrün (Vinca) gehören.
Junge Hoya blühen fast nie, aber nach einigen Jahren und unter idealen Bedingungen kann die Pflanze spektakulär blühen.
Pflege der Hoya
Die Hoya ist relativ pflegeleicht, solange du ihre tropische Herkunft berücksichtigst.
- Standort: Stelle die Hoya an einen Ort mit viel indirektem Licht. Die Pflanze verträgt Morgen- und Abendsonne, aber vermeide pralle Mittagssonne.
- Wasser: Dank ihrer dicken, fleischigen Blätter braucht die Hoya relativ wenig Wasser. Lass die Erde zwischen den Wassergaben leicht austrocknen. Gieße die Hoya, wie viele andere Zimmerpflanzen auch, im Frühling und Sommer (Wachstumszeit) häufiger (1x pro Woche) als im Herbst und Winter (alle 2 Wochen oder seltener).
- Luftfeuchtigkeit: Die Hoya mag hohe Luftfeuchtigkeit. Du kannst die Pflanze daher gelegentlich mit Wasser besprühen.
- Düngung: Gib der Wachsblume in der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) alle 2–4 Wochen Pflanzendünger. Das fördert die Blütenbildung.
Die Hoya speichert in ihren dicken, fleischigen Blättern Wasser, weshalb die Pflanze relativ wenig gegossen werden muss. Gib der Hoya lieber etwas zu wenig als zu viel Wasser.
Wie bringt man eine Hoya zum Blühen?
Blüht deine Hoya (noch) nicht und möchtest du dich an den weißen Blüten erfreuen? Wir geben dir Tipps, wie du deine Hoya zum Blühen bringst.
- Achte auf den richtigen Standort: einen Platz mit viel indirektem Sonnenlicht. Je mehr Licht die Pflanze bekommt (ohne zu verbrennen), desto größer ist die Chance auf eine Blüte. Ein Platz an einem Fenster nach Osten oder Westen ist ideal.
- Stelle die Hoya nicht um. Steht deine Hoya an einem guten Platz, lass die Pflanze dort stehen. Ein Standortwechsel bedeutet unnötigen Stress für die Pflanze.
- Sorge für ausreichende Düngung. Gib der Hoya während der Wachstumsphase alle 2–4 Wochen Pflanzendünger. Das unterstützt die Blütenbildung.
- Gieße nur mäßig. Hoyas blühen nicht, wenn die Erde zu nass ist. Ein bisschen Trockenheit kann der Blüte sogar helfen.
- Stelle die Pflanze nicht in einen zu großen Topf. Hoyas blühen oft besser, wenn sie ein wenig „wurzelgebunden“ sind. In einem zu großen Topf steckt die Pflanze nämlich zu viel Energie in Wurzeln und Blätter.
- Hab Geduld. Manche Hoyas brauchen Jahre, bis sie zum ersten Mal blühen. Siehst du einmal Blütenstiele erscheinen? Dann können dort jedes Jahr aufs Neue Blüten wachsen.
- Schneide alte Blütenstiele nicht ab! Nach der Blüte bleiben kleine Stiele zurück. Lass diese stehen, denn daraus entstehen neue Blüten.
Schneide alte Blütenstiele nicht ab, denn daraus entstehen neue Blüten!
Hoya: gelbe Blätter oder schlaffe Blätter?
Bekommt deine Hoya gelbe oder schlaffe Blätter? Das ist oft eine Folge von zu viel Wasser. Hoya vertragen keine nassen Füße. Lass die Erde immer leicht austrocknen, bevor du wieder gießt. Überprüfe auch, ob überschüssiges Wasser gut aus dem Topf abfließen kann. Hat deine Hoya weiterhin gelbe oder schlaffe Blätter? Dann schau dir die Bedingungen genau an, wie Standort, Düngung und Umstellen.
Hoya: klebrige Tropfen?
Wusstest du, dass die Blüten der Hoya manchmal Nektar produzieren, der aus der Blüte tropfen kann? Diese Tröpfchen werden auch als Honigtropfen bezeichnet und können einen leicht süßlichen Duft verströmen, vor allem abends. Die Tröpfchen können einen klebrigen Film hinterlassen. Stelle (oder hänge) eine blühende Hoya daher lieber nicht über empfindliche Möbel.
Hoya-Arten
Es gibt über 500 Hoya-Arten, jede mit ganz eigenen Blatt- und Blütenformen. Die bekanntesten Arten, die als Zimmerpflanzen gehalten werden, sind:
- Hoya carnosa: Das ist die bekannteste Art, die oft als Hängepflanze in Innenräumen zu finden ist. Diese Art hat etwas größere Blüten, weiß oder hellrosa, mit einem rosaroten Herz.
- Hoya kerrii: Diese Art wird wegen ihrer markanten, kräftigen, herzförmigen Blätter auch Herzpflanze genannt. Sie wird oft als Steckling (einzelnes Blatt) verkauft. Hoya kerrii wächst langsam und blüht nicht, da nur eine vollständige Pflanze weiterwachsen und blühen kann.
- Hoya bella: eine kompakte, reichblühende Art mit feinen, frischgrünen Blättern. Diese Art wächst hängend und bildet relativ leicht Blüten: weiße Sternchen mit einem violetten Herzen. Ideal für kleinere Räume und Hängekörbe.
- Hoya pubicalyx: Diese Art ist an den länglichen Blättern zu erkennen, die oft silbrig gesprenkelt sind. Die Art ist robust, wächst schnell und blüht relativ leicht mit hellrosa bis manchmal dunkelvioletten Blüten.
Wegen ihrer herzförmigen Blätter ist die Hoya kerrii ein beliebtes Geschenk als Zeichen der Liebe!
Ist die Hoya giftig?
Ja, Hoya ist leicht giftig und kann daher bei Verzehr leichte Beschwerden bei Menschen, Hunden und Katzen verursachen. Halte die Pflanze daher am besten außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren und wende dich bei Verzehr an einen Arzt oder Tierarzt.
Was ist die symbolische Bedeutung der Hoya?
Die Hoya hat verschiedene symbolische Bedeutungen. Zunächst einmal steht die Wachsblume für dauerhafte Beziehungen und Verbundenheit. Das verdankt die Pflanze ihrer langen Lebensdauer und der wiederholten Blüte bei richtiger Pflege. Außerdem steht die Pflanze für Glück und Liebe. Vor allem die Hoya kerrii (Herzblattpflanze) wird oft als Zeichen der Liebe verschenkt.
Herkunft der Hoya
Die Hoya stammt ursprünglich aus tropischen Gebieten in Südostasien, Indien und Australien. Dort wächst die Wachsblume oft als Epiphyt. Das heißt, die Pflanze haftet an Bäumen oder Felsen, ohne ihnen Nährstoffe zu entziehen. Stattdessen bezieht die Hoya Feuchtigkeit und Nährstoffe aus der Luft, dem Regen und organischem Material rund um die Wurzeln. Da Hoya von Natur aus an Bäumen oder Felsen wachsen, sind sie an gefiltertes Licht gewöhnt.
Woher kommt der Name Hoya?
Hoya ist nach dem englischen Botaniker Thomas Hoy benannt, der im 18. Jahrhundert für sein Wissen über tropische Pflanzen bekannt war. Er hatte eine große Leidenschaft für die Züchtung und Erforschung exotischer Pflanzenarten. Der Name wurde vom Botaniker Robert Brown als Hommage an Hoys Beitrag vergeben.