Ein echter Sultan durfte Tulpen tragen
Als die Tulpe aus dem Iran, Afghanistan und Kasachstan in der Türkei ankamen, wurde sie für die stolzen Sultane gleich das Sahnehäubchen für ihr Outfit. Sie steckten sich eine Tulpe in ihren Turban. So bekam die Blume den Namen „tulipan”, was natürlich „Turban“ bedeutet.
Eine lange Reise
Um 1550 war die Türkei ein mächtiges Land. In den Palastgärten des reichen Sultans standen die prachtvollsten Tulpen. Ein Menschenleben war in dieser Zeit weniger wert als eine Tulpe. Sultan Suleiman genoss großes Ansehen. Dieser mächtige Mann verschenkte in besonderen Ausnahmefällen Tulpen an einen Gast und an einem Tag war ein Edelmann aus Flandern der Beschenkte. Dieser Edelmann gab seinen Blumenschatz anschließend an einen Freund weiter, der den Kräutergarten des österreichischen Kaisers in seiner Obhut hatte.
Einstecken und schnell weg!
Der Freund tauschte schließlich seinen Wohnsitz in Österreich gegen die Niederlande, um dort Professor an der Universität in Leiden zu werden. Außerdem gehörte der Kräutergarten der Universität zu seinem Aufgabenbereich. Die Tulpen zogen natürlich mit um. Der gute Mann pflegte und untersuchte die außergewöhnlichen Blumen, als ob sein Leben davon abhängen würde. Es war dann auch ein großer Schock, als er eines Morgens entdeckte, dass die Tulpen aus seinem Garten gestohlen worden waren. Der Tulpenzwiebelhandel in den Niederlanden hatte begonnen!
Teure Blätter
Innerhalb kürzester Zeit war die Tulpe die angesagte it-Blume. Viele Menschen hatten Geld, also investierten sie in diese exotische, außergewöhnliche Blume. Und die Preise schossen in die Höhe! Eine ganze Reihe von Leuten wollte das schnelle Geld machen und viele gaben ihren ganzen Besitz für eine einzige Zwiebel. Sogar ihr Haus. Alles für ein Papier auf dem stand, dass sie der neue Eigentümer einer Tulpenzwiebel waren...die wahrscheinlich nicht einmal existierte. Die Probleme waren also vorprogrammiert.
Die Seifenblase platzte
Im Februar 1637 machte die Regierung dem bizarren Tulpenhandel ein Ende und der Tulpenmarkt brach vollständig zusammen. Einige Menschen hatten wahnsinnig viel Geld daran verdient, andere hielten nur noch ein wertloses Stück Papier in Händen.
Tulpenspaß für alle
Die Tulpe ist nach wie vor eine der wichtigsten Blumen in den Niederlanden. Sie wird sogar als inoffizielle Nationalblume des Landes gesehen. Leider kommst du heute nicht mehr weit, wenn du mit einer Tulpenzwiebel in ein Maklerbüro gehst. Ein großer Strauß im Haus macht aber definitiv immer noch glücklich. Du hast die Wahl aus mehr als 150 verschiedenen Sorten und Tausenden von Hybriden. Möchtest du, dass sie so lange wie möglich in deiner Vase strahlen? Dann schau dir diese 10 cleveren Pflegetipps für Tulpen an.