Woran erkennst du die Skabiose?
Lange, aufrechte Stiele tragen die kleinen Blütenköpfe so, dass sie alle Blicke auf sich ziehen. Die Farbpalette reicht von Weiß und Gelb über Rot und Blau bis zu Hell- und Tiefviolett. Ist die Blüte vorbei, wird es noch einmal spannend: Dann bilden sich zierliche, kranzförmige Samenstände, die sich wunderbar in einem Trockenstrauß machen. Botanisch gehört die Skabiose zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae).
Im Englischen heißt die dunkelviolette Scabiosa atropurpurea „mournful widow“, trauernde Witwe – wegen ihres tiefen Farbtons, der an Trauerkleidung erinnert. Mit der Witwenblume, einer eigenen Gattung, hat sie übrigens nichts zu tun.
Warum heißt die Skabiose so?
Ganz romantisch ist die Herkunft nicht: Scabiosa kommt vom lateinischen scabiosus, „krätzig“ oder „rau“. Die Römer setzten die Pflanze gegen allerlei Hautleiden ein, darunter die Krätze. Daher auch die alten deutschen Volksnamen Krätzkraut und Grindkraut. Freundlicher klingt da die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), eine heimische Wildart, die die Taube – lateinisch columba – schon im Namen trägt.
Wie pflegst du Skabiosen in der Vase?
Mit ein paar einfachen Handgriffen bleibt dein Strauß lange schön.
- Nimm eine saubere Vase mit frischem Wasser in Zimmertemperatur.
- Schneide die Stiele mit einem scharfen Messer schräg an.
- Entferne alle Blätter, die sonst im Wasser hängen würden.
- Gib Schnittblumennahrung dazu.
- Wechsle das Wasser alle 2-3 Tage und füll zwischendurch nach.
- Stell die Vase nicht in die pralle Sonne, nicht neben die Heizung, nicht neben die Obstschale und nicht in die Zugluft.
Welche Skabiosen-Arten gibt es?
Die Gattung umfasst mehr als hundert Arten, als Schnittblume begegnen dir aber vor allem zwei. Sie unterscheiden sich in Farbe und Blütengröße.
Samt-Skabiose (Scabiosa atropurpurea): hat die größte Farbauswahl, von Weiß, Rosa, Bordeaux bis fast Schwarz – im Handel zum Beispiel als ‚Black Knight‘ (fast schwarz) oder ‚Fata Morgana‘ (zarte Pudertöne).
Kaukasus-Skabiose (Scabiosa caucasica): Lavendelblau, größere Blüten mit luftig gezacktem Rand, im Handel zum Beispiel als ‚Stäfa‘
Im Garten ist die Skabiose ein Magnet für Schmetterlinge und Bienen: Jedes Blütenköpfchen besteht aus vielen kleinen Einzelblüten voller Nektar.
Ist die Skabiose giftig?
Nein. Die Skabiose gilt nicht als giftig und steht auf keiner der gängigen Listen giftiger Garten- und Schnittblumen. Knabbert dein Haustier trotzdem daran, kann es wie bei vielen Schnittblumen in seltenen Fällen zu einer leichten Magenreizung kommen. Ernsthafte Vergiftungen sind nicht bekannt.
Was bedeutet die Skabiose?
Die zarte, süß duftende Skabiose steht für Verletzlichkeit, Sanftheit und Verbundenheit. Sie strahlt Ruhe und Zärtlichkeit aus – und genau deshalb passt sie zu besonderen Momenten oder als stilles Zeichen: Ich bin für dich da. Bekommst du selbst eine geschenkt? Dann darfst du dich ruhig geehrt fühlen.
Woher kommt die Skabiose?
Ursprünglich wächst die Skabiose in Südeuropa und rund ums Mittelmeer, verwandte Arten reichen bis nach Westasien und in Teile Afrikas. Heute wird sie als Schnittblume auch in den Niederlanden angebaut.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Skabiose und Witwenblume?
Es sind zwei verschiedene Gattungen. Die Witwenblume (Knautia) hat vierzipflige Randblüten, die Skabiose fünfzipflige.
Kann man Skabiosen trocknen?
Ja, vor allem die kranzförmigen Samenstände. Häng sie kopfüber an einem luftigen, dunklen Ort auf.
Ist die Skabiose gut für Bienen?
Im Garten ja: Die vielen Einzelblüten bieten Nektar und Pollen für Bienen und Schmetterlinge.